Mückstein: NÖ-Landesklinikenholding verweigert Patienten-Befragung zu postoperativen Schmerzen

Grüne: Unzureichende Akutschmerzversorung negativ für Heilungsprozess

Wien (OTS) - Die Österreichische Schmerzgesellschaft hat gemeinsam mit den Fachgesellschaften für Anästhesie, Chirurgie und dem Pflegeverband eine PatientInnen-Befragung zu postoperativen Schmerzen nach internationalem Standard veranlasst. Es wurde erreicht, dass diese Untersuchung am 26. und 27. April österreichweit durchgeführt wird. Damit werden international vergleichbare Daten generiert. Nur die NÖ Landeskliniken-Holding weigert sich, an der Evaluierung teilzunehmen, mit dem Argument, es gäbe ohnehin eine jährliche PatientInnen-Befragung. „Das ist absurd und den PatientInnen gegenüber nicht vertretbar“, kritisiert Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen, die Weigerung. „Auch in Niederösterreich haben die PatientInnen das Recht auf bestmögliche Akutschmerzversorgung nach Operationen. Ich fordere daher, dass sich auch Niederösterreichs Krankenhäuser an der Evaluierung beteiligen.“

In österreichischen Krankenhäusern werden laut Spitalsentlassungsstatistik jährliche mehr als 1,2 Mio Operationen durchgeführt. Dabei kommt der Schmerzversorgung nach Operationen eine große Bedeutung zu. Starke Schmerzen nach Operationen betreffen mit 20 bis 40 Prozent einen erheblichen Anteil der PatientInnen. "Postoperative Schmerzen bleiben also oftmals nicht oder ungenügend behandelt. Das ist deshalb problematisch, weil unzureichende Akutschmerzversorgung negative Auswirkungen auf den Heilungsprozess hat und die Basis für eine Schmerzchronifizierung darstellen kann", erläutert die Grüne Mückstein.

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