Heinisch-Hosek/Rendi-Wagner/Hammerschmid/Duzdar: „Wie mit Frauen in der Gesellschaft umgegangen wird, ist für die Zukunft entscheidend"

Johanna Dohnal Frauenenquete zum Thema „Zukunft.Arbeit.Feminismus“ im ega: frauen im zentrum

Wien (OTS/SK) - Spannende Diskussionen und geballte Frauenpower bot die gestrige Johanna Dohnal Frauenenquete, die bereits zum 12. Mal im ega: frauen im zentrum in Zusammenarbeit der SPÖ-Bundesfrauen, der Wiener SPÖ-Frauen und der sozialdemokratischen Jugendorganisationen JG, FSG-Jugend, VSStÖ, SJ und aks veranstaltet wurde. „Wie mit Frauen in der Gesellschaft umgegangen wird, ist für die Zukunft unseres Landes von entscheidender Bedeutung“, waren sich SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, Frauen- und Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner, Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Staatssekretärin Muna Duzdar einig. Durch die Veranstaltung führten SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und die Wiener Frauensekretärin GRin Nicole Berger-Krotsch. Die Abendveranstaltung wurde von Hannah Lutz moderiert. Am Nachmittag wurden die Themen "Generation Praktikum", "PreCare Arbeit", "Arbeit neu verteilen" und "wa(h)re bildung" in Workshops behandelt. ****

Zwtl.: Heinisch-Hosek: Zukunft gestalten, damit wir uns nicht vor der Digitalisierung fürchten müssen

„Wir wollen die Zukunft so gestalten, dass wir uns nicht vor der Digitalisierung fürchten müssen“, so SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Johanna Dohnal war eine Pionierin und Vordenkerin. Brisante Themen wie Prekarisierung, die durch neue Arbeitsfelder entstehen, hat sie aufgegriffen, als sie gerade erst im Entstehen waren. Die Globalisierung hat viele neue Chancen mit sich gebracht, aber gleichzeitig auch diffuse Ängste ausgelöst, die wir aufgreifen müssen. Wir wollen das Sicherheitsgefühl der Frauen stärken, in der Arbeitswelt, aber auch im Alltag“, so die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende. In diesem Zusammenhang sind auch die alltäglichen Sexismen, mit denen Frauen konfrontiert sind, ein großes Thema. Heinisch-Hosek führte als Beispiel die jüngsten verbalen Angriffe von Felix Baumgartner an, denen die Moderatorin Corinna Milborn entschieden entgegengetreten ist. „Das lassen wir uns nicht gefallen und dagegen machen wir uns gemeinsam stark“, so Heinisch-Hosek.

Zwtl.: Rendi-Wagner: Mehr Geschwindigkeit bei der Durchsetzung unserer Rechte

„Wir brauchen so schnell wie möglich einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.500 Euro. Hier ist Bewegung in die Verhandlungen gekommen“, so die Frauenministerin. Erste Erfolge konnten bei den FriseurInnen und im Gastgewerbe erzielt werden. Als wichtiges Thema nannte Rendi-Wagner Lohntransparenz. „Wir reden hierzulande noch nicht übers Gehalt. Das ist in anderen Ländern, wie beispielsweise in Skandinavien, bereits gelebte Praxis.“ Aufs Tempo drückt die Frauenministerin auch beim Ausbau der ganztägigen Kinderbetreuung für alle Altersstufen, schwerpunktmäßig vor allem auch bei den unter Dreijährigen. Ziel ist ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr. Mehr frauenfördernde Maßnahmen brauche es in den Betrieben, so die Frauenministerin. Dabei brauche es auf jeden Fall Quoten. „Wir müssen die Firmen in die Pflicht nehmen, damit Frauen nach oben kommen“, so die Frauenministerin.

Zwtl.: Hammerschmid: SchülerInnen und PädagogInnen stärken

 Gendersensibler Unterricht bringt sehr viel, ist Bildungsministerin Sonja Hammerschmid überzeugt. Österreich hat in den naturwissenschaftlichen Fächern den größten Gender-Gap in Europa. In skandinavischen Ländern, die großen Wert auf gendersensiblen Unterricht legen, ist dieser Gender-Gap beinahe verschwunden. „Die PädagogInnen in der Schule brauchen gestalterischen Spielraum, damit sie die SchülerInnen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten können“, so Hammerschmid. Das sei auch die große Chance bei der Digitalisierung, hier gebe es bereits gute Erfahrungen mit neuen Lerntools. Als wichtiges Thema nannte Hammerschmid auch die Aus- und Weiterbildung der Pädagoginnen.

Zwtl.: Duzdar: Empowerment von Mädchen und Frauen

 Empowerment von Mädchen und Frauen nannte auch Staatssekretärin Muna Duzdar als zentral. Die Erfahrung zeige, dass gerade Bereiche, in denen mehrheitlich Frauen beschäftigt sind, wie etwa Dienstleistung, Pflege oder Handel, besonders von der Digitalisierung betroffen sind. Hier nehmen Phänomene wie Prekarisierung und neue Arbeitsformen wie Crowd-Working zu. Diese Tendenzen werden Frauen viel stärker betreffen, ist Duzdar überzeugt. Auch gegen den zunehmenden Hass im Netz, der Mädchen und Frauen besonders trifft, braucht es Schutz und Unterstützung.

SERVICE: Fotos der Veranstaltung gibt es auf der Flickr-Seite der SPÖ-Frauen unter https://tinyurl.com/lkkmk9f (Schluss) bj

   

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