AKS ad OECD-Studie: „Endlich mehr Auseinandersetzung mit Mobbing!“

AKS-Chefin Chalendi: „Die letzte Bildungs-Studie der OECD zeigt wieder einmal die großen Missstände des österreichischen Bildungssystems auf!“

Wien (OTS) - Am Mittwoch, den 19. April, wurde eine Studie der OECD veröffentlicht, die die teilweise drastischen Probleme des österreichischen Bildungssystems verdeutlicht. So hat einerseits eine_r von fünf 15-jährigen Schüler_innen angegeben, regelmäßig – also mehrmals pro Monat – von Mobbing betroffen zu sein. „Diese Zahl ist erschreckend und schreit geradezu nach Handlungsbedarf und mehr schulpsychologischem Personal!“, so Jasmin Chalendi, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen.

Ein anderer Teil der Studie betrifft den Leistungsdruck und die Erwartungen der Schüler_innen. Hier hat sich gezeigt, dass nur circa ein Viertel der österreichischen Schüler_innen damit rechnen, dass sie einmal eine Hochschule besuchen und auch abschließen werden. „Diese Zahl zeigt ganz deutlich, dass die soziale Selektion bei österreichischen 15-Jährigen im Kopf fest verankert wurde und nicht viele Schülerinnen und Schüler mit einem Bildungsaufstieg rechnen – das zeigt sich dann auch in der realen Akademiker_innenquote“, erklärt Chalendi und fordert weiter: „Es braucht eine gemeinsame Ganztagsschule der 10- bis 14-Jährigen, damit wirklich alle Schülerinnen und Schüler wissen, was sie später alles erreichen können!“

Eine dritte Statistik, die die Schüler_innenorganisation herausgreifen möchte, ist jene Zahl, die die Prüfungsangst der Jugendlichen betrifft. „Mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler fürchtet sich vor einer Prüfung, selbst wenn man sich gut vorbereitet fühlt. Das ist eine erschreckende Erkenntnis und zeigt vor allem, wie sehr viele Kinder und Jugendliche unter Druck gesetzt fühlen, egal ob dieser Druck jetzt von ihren Eltern oder von der Schule oder vielleicht sogar von der Gesellschaft ausgeht“, stellt Chalendi fest.

Abschließend fordert AKS-Bundesvorsitzende Jasmin Chalendi: „Damit die OECD-Studie nächstes Mal besser ausfällt, braucht es eine angstfreie und sozial gerechte Schule und die erhält man nur, wenn man bei Reformen auch die Stimmen der Schülerinnen und Schüler anhört!“

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