SPÖ-Bauern gegen Absiedelung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen – „Lose-lose-Situation für alle Beteiligten“

Etzenberger: Absiedelung gefährdet international anerkannte Arbeit der Bundesanstalt – Preiner: Rupprechter-Vorstoß nicht durchdacht

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Bauern sprechen sich klar gegen die von ÖVP-Landwirtschaftsminister Rupprechter betriebene Absiedelung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen nach Tirol aus. Der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger warnt in diesem Zusammenhang vor einer „Lose-lose-Situation für alle Beteiligten“. Denn „Rupprechters Absiedelungs- und Zusammenlegungsphantasien gefährden die organisatorische Eigenständigkeit der Bundesanstalt für Bergbauernfragen. Genau diese Eigenständigkeit ist aber die Grundvoraussetzung für die Kontinuität jener guten Arbeit und hohen fachlichen Expertise, für die die Bundesanstalt national und international anerkannt ist“, sagte Etzenberger, der auch vor einer „Demotivierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ warnte. ****

Auch Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ- Bauern, ist gegen eine Absiedelung der Bundesanstalt für Bergbauernfragen: „Die Bundesanstalt hat ihren Sitz nicht ohne Grund dort, wo auch das Parlament und das Landwirtschaftsministerium beheimatet sind. Denn dadurch ist sichergestellt, dass die fachliche Expertise der Bundesanstalt von der Politik effizient und ohne Reibungsverluste genutzt werden kann.“ Friedrich ist außerdem gegen ein „Drüberfahren über die MitarbeiterInnen“, die sich in Zeitungsinterviews unmissverständlich gegen die Absiedelung ausgesprochen haben, weil dadurch beispielsweise ganze Familien aus ihrem sozialen Umfeld gerissen würden.

SPÖ-Landwirtschaftssprecher Erwin Preiner machte deutlich, dass die Bundesanstalt für Bergbauernfragen seit mehreren Jahrzehnten unverzichtbare Beiträge im nationalen, aber vor allem auch internationalen Forschungsbereich zu Fragen benachteiligter Gebiete, dem ländlichen Raum und der Berggebietsforschung leistet. „Wenn Rupprechter jetzt durch die von ihm angestrebte Absiedelung die Forschung von der Umsetzung trennen will, ist das keine Stärkung des ländlichen Raums, sondern ein Anschlag auf die Arbeit der Bundesanstalt für Bergbauernfragen, die auch wesentliche Entscheidungsgrundlage für die Politik ist“, sagte Preiner. Der Vorstoß des ÖVP-Landwirtschafsministers befördere Ineffizienz und Kompetenzaufsplitterung und sei „nicht durchdacht“. Was den ländlichen Raum und die Regionen wirklich stärkt, seien Maßnahmen wie z.B. die vor kurzem beschlossene Investitionsprämie für Gemeinden, die wichtige Impulse für Investitionen und Arbeitsplätze gibt. (Schluss) mb/up

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