Verbesserungen im Gesundheitswesen tragen die Handschrift der Sozialversicherung

Obleute der Krankenkassen: Klares Bekenntnis zu Reformarbeit der SV-Träger und des Hauptverbandes

St. Pölten (OTS) - Als Reaktion auf den gestrigen Rücktritt von Ulrike Rabmer-Koller als HauptverbandsVorsitzende stellt die ARGE KV (Arbeitsgemeinschaft Krankenversicherung) bei ihrem heutigen Treffen in St. Pölten klar, dass dieser Schritt eine rein persönliche Sache sei, aber keinesfalls könne der Grund in der Arbeitsweise und Reformbereitschaft der österreichischen Sozialversicherung, ihrer Träger sowie des Hauptverbandes zu suchen sein.

Dazu ARGE-Vorsitzender und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter: „Wir respektieren den Rücktritt von Frau Rabmer-Koller als ihre persönliche Entscheidung. Alle Begründungen für diesen Schritt, welche die Arbeit und Reformbereitschaft der Gesundheitspolitik, der Sozialversicherungsträger oder des Hauptverbandes in ein schlechtes Licht rücken, weisen wir auf das Schärfste zurück. Im Gegenteil: Die Sozialversicherung hat sich in den letzten Jahren als der innovativste Treiber, Ideenlieferant und Reformmotor im Gesundheitssystem etabliert! Das sehen wir als klaren Auftrag im Interesse unserer Versicherten!“

Verantwortung für Systemsteuerung im Gesundheitswesen

Zudem hat die Sozialversicherung, und ganz besonders die Krankenversicherung, einen Ausgleich verschiedenster Interessen herzustellen. „In so komplexen Systemen wie dem Gesundheitswesen, das gut zehn Prozent unserer Volkswirtschaft umfasst, sind einfache betriebswirtschaftliche Konzepte wie sie in Kleinbetrieben eingesetzt werden fehl am Platz, können enorme Schäden verursachen. Daher ist der Weg, den die Regierung mit dem Effizienz-Studienauftrag an die London School of Economics eingeschlagen hat, auch der richtige: Die Sozialversicherung trägt Verantwortung für die Systemsteuerung des Gesundheitswesens und das dafür zur Verfügung stehende Beitragsgeld der Versicherten. Dafür muss sie gut aufgestellt sein, und das erfordert mehr als einfache Organigramm-Änderungen mit politischen Machtverschiebungen“, betont OÖGKK-Obmann Albert Maringer als Vorsitzender des Hauptverband-Ausschusses für Krankenversicherung und Prävention.

Sozialversicherung als Reformmotor im Gesundheitswesen

Als Meilensteine dieser Reformbestrebung und Systemsteuerung nennt der ARGE-Vorsitzende Hutter vor allem die Rolle der Sozialversicherung als verlässlicher Partner in der Gesundheitsreform bei Großprojekten wie ELGA, e-medikation oder aktuell der telefonischen Gesundheitsberatung. Beschlossen und umgesetzt wurde zuletzt die Kinder-Reha, erfolgreich läuft auch die Umsetzung der Gratis-Zahnspange. Jüngster Verhandlungserfolg ist die Einigung zum Thema CT/MRT, wo es künftig die kürzesten Wartezeiten Europas geben wird.

Unter dem Motto „Problem erkannt, Lösung umgesetzt“ hat sich die Sozialversicherung überdies des Themas Ärzteausbildung angenommen und steigt in die Finanzierung der Lehrpraxen ein. Sie unterstützt im Sinne von „early intervention“ die Wiedereingliederung kranker Menschen. Darüber hinaus wurde mit der Pharmawirtschaft ein Solidarbeitrag für die Patienten vereinbart. Auch die Schiene des modernen, schnellen Kundenservices über die Online-Plattform „Meine SV“ ist umgesetzt und wird laufend ausgebaut.

Hutter: „Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen: Die laufende gesundheitspolitische Veränderung und Verbesserung – und das heißt ja Reform – trägt federführend unsere Handschrift; und das bei absoluter Einhaltung von unseren stringenten Finanzzielen.“ Unverständlich ist für die Arbeitsgemeinschaft auch der Vorwurf, der Hauptverband habe keine „Durchgriffsrechte“. „Ein Widerspruch in sich“, so Hutter. „Der Hauptverband – das sind wir alle. Denn die Gremien unseres Dachverbandes setzen sich aus den Entscheidungsträgern der Träger zusammen. Das garantiert so viel Kundennähe und Föderalismus wie möglich und gleichzeitig höchstmögliche Lösungskompetenz, Synergien und effizientes Vorgehen.“
Bedauerlich sei, dass durch die Rücktrittsankündigung der Vorsitzenden die temporeiche, zukunftsorientierte Reformarbeit der gesamten Sozialversicherung und des Hauptverbandes in Misskredit gebracht werden, während gleichzeitig wichtige Entscheidungen und Reformschritte anstehen. „Als Obleute und Leitende Angestellte sehen wir den dringenden Handlungsbedarf, raschest zu einer neuen Führung zu kommen, damit wir in unserer konstruktiven Arbeit für die Versicherten in Österreich nicht gebremst werden.“

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