NEOS: Abgang Rabmer-Kollers zeigt, dass es Entpolitisierung des Gesundheitssystems braucht

Gerald Loacker: „Dass Ulrike Rabmer-Koller das verkrustete System des Hauptverbandes nicht aufbrechen konnte, ist ein trauriger Tag für die österreichische Gesundheitspolitik“

Wien (OTS) - „Es ist einmal mehr bezeichnend für das politische Machtsystem in Österreich, wenn neue Kräfte wie Ulrike Ramber-Koller an den politischen Hürden des Gesundheitssystems scheitern, um dringend notwendige Reformen voran zu treiben“, kommentiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker den Abtritt Rabmer-Kollers als Chefin des Hauptverbandes. „Der Reformwille von Rabmer-Koller ist zwischen der ideologiegetriebenen Clique rund um Generaldirektor Probst einerseits und den blockierenden Gewerkschaftern in den Kassen erstickt worden.“

Rabmer-Koller sei für die Opposition stets ein konstruktiver Gesprächspartner gewesen: „Ulrike Rabmer-Koller hat sich ehrlich für tiefgreifende Reformen und einen Strukturwandel innerhalb des Hauptverbandes eingesetzt. Ihren Abgang bedauere ich daher sehr, und es ist niederschmetternd, dass besonders engagierte Menschen wie sie in diesem Machtsystem nicht weiter kommen.“ Dies sei bezeichnend für das System der Kassen und Kammern, welche nicht bereit sind, ihre Machtpositionen im Hauptverband aufzugeben. Kritik seitens der NEOS habe man stets herablassend ignoriert: „Wir werden das System trotzdem weiter hart kritisieren, Missstände aufzeigen und Reformen einfordern, die bei der österreichischen Bevölkerung ankommen.“
 
Die Kritik Rabmer-Kollers an der 600.000-Euro teuren Studie zu den Sozialversicherungen teilt Loacker voll und ganz. Insbesondere sehe er hier viel parteipolitische Motivation und einen Alleingang Stögers: „Diese Studie ist von der Vergabe bis zum bisher nicht veröffentlichten Zwischenergebnis ein teures, ineffizientes Desaster. Ein Produkt derartiger parteipolitischer Eigeninteressen im Gesundheitssystem ist nicht nur völlig sinnbefreit, es nutzt vor allem nicht den versicherten Beitragszahlern“, ärgert sich Loacker. So werde es weiterhin zu keinen Reformen kommen und gespart werde weiterhin am Patienten: „Die parteipolitischen Pfründe im Hauptverband nützen weiterhin nur sich selbst und niemandem sonst!“​

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