Grüner Basisaufstand in Graz verhindert Parteispaltung

Grazer Parteibasis setzt sich gegen erbitterte Gegenwehr des Parteiapparates durch

Graz (OTS) - Der von Mitgliedern erzwungene außerordentliche Sonderparteitag der Grazer Grünen hat gestern Abend die Kandidatur der Grünen Studierenden in Graz akzeptiert und wünscht den Grünen Studierenden für die kommende ÖH-Wahl alles Gute. Trotz aller taktischen Tricks, tagelanger Vorbereitungen und teilweise Falschinformationen durch den Bundesvorstand und Teilen des hauptamtlichen Parteiapparats wurde auf dem Sonderparteitag der erste Antrag zu den Grünen Studierenden positiv zur Abstimmung gebracht. Die größte Mitgliederversammlung aller Zeiten in Graz hat sich somit gegen die Bundesparteilinie ausgesprochen.

Die weiteren Punkte auf der Tagesordnung, wie die finanzielle Unterstützung der Grünen Studierenden, mussten aufgrund der nächtlichen Stunde vertagt werden. Die angespannte Sitzung wurde unüblich spät am Abend angesetzt und startete erst nach einstündiger Verspätung. Die trickreiche Verzögerungstaktik von Seiten der Parteiführung ging jedoch nicht komplett auf. Von der Bundespartei sind extra beide Stellvertreter von Eva Glawischnig und der Bundesgeschäftsführer der Partei nach Graz aufgebrochen. Selbst die zusätzliche Redezeit für den Bundesparteivorstand konnte die Mitglieder nicht mehr vom Bundesparteikurs überzeugen. 

Zur Abstimmung ist der erste Antrag gelangt, in dem die Grazer Partei die Kandidatur der Grünen Studierenden in Graz akzeptiert und den Grünen Studierenden alles Gute wünscht. Die Grünen Studierenden sind seit über 20 Jahren die etablierte Hochschulgruppe in Graz und haben im Gegensatz zur Bundes-GRAS kein totales Konsensprinzip. Damit stellt sich die Grazer Partei auch gegen Parteiauschlüsse und Klagsdrohungen von Seiten der Bundespartei und nimmt ihre Aktivisten in Schutz. Durch die Akzeptanz der Kandidatur ist auch der Ausschlussgrund für die Jungen Grünen in Graz nicht mehr gegeben.

Dem Grazer Parteivorstand, der die Linie der Bundesparteispitze auf Biegen und Brechen mitgetragen hat, wird von Seiten der Jungen Grünen nahegelegt, sich zurückzuziehen, weil er offensichtlich die Grazer Partei mehr spaltet als zu vereinen. Nachdem es nach den verlorenen Gemeinderatswahlen, wo gerade die Grünen Studierenden und die Jungen Grünen den entscheidenden Beitrag zur Rettung des Sitzes in der Stadtregierung geleistet haben beinahe zur Parteispaltung gekommen ist, ist es Zeit für einen Neuanfang. “Wir brauchen einen neuen Parteivorstand, der die Grazer Partei wieder vereinen kann. Wenn wir uns weiter auf Befehl der Bundespartei zerfleischen, werden die Grünen in Graz keine Zukunft haben”, so Victoria Vorraber, Sprecherin der Jungen Grünen Steiermark.

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