WB-Wien: Grüne Wirtschaft und SWV beschließen endgültig ihr Belastungspaket für Wiener Werbeunternehmen

Wirtschaftsfeindlichkeit in der eigenen Standesvertretung setzt sich nach katastrophalen Kollektivvertragsverhandlungen mit der Gewerkschaft weiter fort.

Wien (OTS) - Kompromissangebot des Wirtschaftsbundes – KV Erhöhung erst ab 1.6.2017, um die kostenintensive, nachträgliche Aufrollung der Buchhaltung für Unternehmen zu vermeiden – wurde von Grün und Rot abgelehnt.

„Von unserer eigenen Interessenvertretung hätte ich mir wirklich ein anderes Vorgehen erwartet“, zeigt sich Reinhard Bösenkopf, Wirtschaftsbund-Verhandler für den 40 Jahre alten Kollektivvertrag der Branche, über den heutigen Beschluss des Fachgruppenausschusses entsetzt. Dieser bestätigte heute mit den Stimmen der Grünen Wirtschaft und des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes, die katastrophalen Verhandlungen des von Grün/Rot getriebenen Verhandlungsteams mit der Gewerkschaft zur Kollektivvertragserhöhung 2017.
„Grüne Wirtschaft und SWV machen mit der Gewerkschaft gemeinsame Sache gegen die eigenen Mitglieder. Durch ihr Vorgehen agieren sie gegen die Interessen der Wiener Arbeitgeberbetriebe und lassen diese für ihre verfehlte Politik auch noch bezahlen. Das wird uns Unternehmer mehr als eine Million Euro kosten“, bilanziert Bösenkopf.

Nachträgliche Lohnerhöhung, ein Tag mehr Urlaub und Beibehaltung eines überalterten KVs

Der Wiener Wirtschaftsbund ist davon überzeugt, dass eine Aufkündigung des mittlerweile 40 Jahre alten Kollektivvertrags die bessere Alternative gewesen wäre. „Hätte man wirklich das Ziel eines neuen und modernen Kollektivvertrags 2018 für unsere Branche verfolgt, wäre das die deutlich bessere Variante gewesen. Denn dann hätte man gegenüber der Gewerkschaft eine bessere Verhandlungsposition gehabt“, erklärt Birgit Kraft-Kinz, Fraktionsführerin des Wirtschaftsbundes im Fachgruppenausschuss, ihre Kritik. Sie vermutet beim grünen Fachgruppenobmann Gustav Götz ein Naheverhältnis zur Gewerkschaft und kritisiert das Belastungspaket für die Unternehmen: „Durch die Packelei von grüner Wirtschaft und ihrem Obmann Götz, sowie dem SWV, der die Interessen der Gewerkschaft besser vertritt, als die der Arbeitgeberbetriebe, kommt es zu einer massiven Belastung der Wiener Selbstständigen. Die KV-Erhöhung mit 1.3.2017 zwingt die Unternehmen zu einer nachträglichen Aufrollung der eigenen Buchhaltung und Gehaltsverrechnung. Grün/Rot bringt den Unternehmen, ganz nach dem Vorbild im Wiener Rathaus, mehr Bürokratie, schlechtere Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Einbußen!“

Auf Verlangen des Wirtschaftsbundes kam es zu einer namentlichen Abstimmung im Fachgruppenausschuss. Die Mandatare des Wirtschaftsbundes und der UNOS stimmten gegen die unternehmerfeindliche Vorgangsweise des Fachgruppenobmanns. Gegen die Interessen der Arbeitgebergeberbetriebe stimmten die Grüne Wirtschaft und der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband.

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