AK: „Um im digitalen Wandel gut zu bestehen, braucht es neues Qualifizierungsgeld“

In der IHS-Studie fehlen die positiven Beschäftigungspotenziale der Digitalisierung

Wien (OTS) - Neun Prozent der österreichischen Beschäftigten – rund 360.000 Personen – droht laut IHS-Studie der Verlust ihres Arbeitsplatzes infolge der Digitalisierung und Automatisierung. „Allerdings wird in der Studie nicht berücksichtigt, dass die Digitalisierung auch neue Jobs und Beschäftigungspotenziale mit sich bringt“, sagt AK Arbeitsmarkt-Experte Josef Wallner. Klar ist aber, dass mit der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung der Weiterbildungsbedarf für ArbeitnehmerInnen steigt. Nur so können die neuen Arbeitsplatzchancen wahrgenommen werden.

Es muss daher jedenfalls sichergestellt werden, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Chance auf Weiterbildung haben und sich das neben Beruf und Familie auch leisten können. Daher fordert die AK ein Recht auf regelmäßige Weiterbildung für alle, die das brauchen und sich neu orientieren wollen.

Umgesetzt werden soll dieses Recht einerseits durch eine Weiterbildungswoche pro Jahr für alle Beschäftigten. Bei längerfristigen Ausbildungen soll die Existenzsicherung durch ein neu zu schaffendes Qualifizierungsgeld gesichert werden. „Es ist ungerecht, wenn Menschen immer stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind, weil sie sich die notwendige Weiterbildung oder berufliche Neuorientierung nicht leisten können. Die Chance und das Recht auf Weiterbildung muss allen offenstehen, unabhängig von ihrer sozialen Lage“, bekräftigt Wallner.

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