Wer braucht überhaupt den Hauptverband?

PVA-Keckeis: „Gleitsmann glaubt an Milchmädchenrechnungen“

Wien (OTS/FCG) - Als „Spielzeug“ werden die Reha-Zentren, Krankenhäuser und Kuranstalten der österreichischen Sozialversicherungsträger in einem Artikel des WKO-Hauptverbandsvorstandsmitglieds Martin Gleitsmann bezeichnet. Die eigenen Anstalten seien viel zu teuer und zu ineffizient. Durch Privatisierung und Zentralisierung wäre alles viel besser und billiger. „Ein alter Schmarren, der durch Wiederholung nicht wahrer wird“, meint dazu der stellvertretende Vorsitzende der PVA, Rainer Keckeis. In Ermangelung genauer Kenntnis glaube Gleitsmann offensichtlich an die Milchmädchenrechnungen, die er sich zurecht gelegt hat.

Aufenthalte in eigenen Einrichtungen der Sozialversicherungsträger würden doppelt so viel kosten als bei Privaten, argumentiert der WKO-Vertreter. Fakt ist: In den eigenen Häusern werden die schwierigen und damit kostenintensiven Fälle behandelt. Es werden Leistungen erbracht, die Private gar nicht anbieten. „Herr Gleitsmann müsste das eigentlich besser wissen, schließlich war er von 2001 bis 2005 Vorsitzender des Hauptverbandes. Damals war die Privatisierung der Anstalten für ihn aber nicht wirklich ein Thema. „Außerdem sitzen in allen Gremien der SV-Träger Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaftskammer. Herr Gleitsmann selbst ist aktuell Vorstandsmitglied des Hauptverbandes. Offensichtlich traut er seinen Kollegen von der Wirtschaftskammer aber nicht zu, dass sie die ihnen zugedachten Aufgaben in den SV-Gremien ordentlich erledigen.

„Kostensenkungen auf dem Rücken der Patienten und Angestellten, nämlich durch Gehaltskürzungen und Personalabbau, kann sich Herr Gleitsmann abschminken, da machen wir sicher nicht mit“, gibt sich Keckeis entschlossen. In einem habe Gleitsmann aber recht: Den Hauptverband könnte man eigentlich abschaffen und damit Geld sparen, ohne dass es die Patienten spüren. „Die Sozialversicherungsträger zusammenlegen, den Hauptverband abschaffen und gleichzeitig Länder-Gesundheitszentren installieren – das würde finanziell viel bringen und gleichzeitig Bürgernähe garantieren“ so Keckeis abschließend.

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