NEOS zu Mitterlehner: Es fehlt die große Tourismusstrategie

Sepp Schellhorn: „Statt Kleinstförderungen im Gießkannenprinzip auszuteilen, braucht es ein gemeinsames Konzept von Österreich-Werbung und Landwirtschaft“

Wien (OTS) - Sehr verärgert reagiert NEOS-Tourismussprecher Sepp Schellhorn auf die heutige Ankündigung von Bundesminister Reinhold Mitterlehner, kleine Betriebe im ländlichen Raum zu stärken: „Eine weitere klassische Schmalspurmaßnahme einer Regierung, die mit einer gesamtheitlichen Tourismusstrategie für Österreich offensichtlich völlig überfordert ist.“

Die Förderungen für die touristischen Kleinstbetriebe kommentiert Sepp Schellhorn zynisch: „Zuerst nehmen sie den Betrieben durch diverse Auflagen, Abgaben und Regulierungen alles weg, um dieses Geld anschließend in einem seltsam anmutenden Gießkannenprinzip als Förderung für touristische Kleinstbetriebe zu verkaufen.“ Es handle sich um einen weiteren PR-Gag der Regierung, der gerade für eine Aussendung reiche aber keinerlei Änderung im System bringe, so Schellhorn.

„Ich fordere schon seit langem eine intensive Verschränkung von Landwirtschaft und Tourismus für eine Tourismus-Vision Österreichs. Damit werten wir den ländlichen Raum auf und stoppen gleichzeitig die Zersiedelung und die Landflucht.“ Eine intensive Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft sei notwendig, um nachhaltige Tourismusmodelle zu entwickeln. Landwirte müssen Teil einer eng verzahnten gemeinsamen Tourismusstrategie sein und nicht mehr gemeinhin als Romantik-Element des „Bauerntums“ vermarktet werden, so der NEOS-Tourismussprecher.

Statt seltsame Pseudoförderungen zu veranlassen, sollte sich endlich ein praxisnahes Modell der Arbeitszeitflexibilisierung durchsetzen. 365 Tage Durchrechnungszeitraum bekämpft die saisonale Arbeitslosigkeit und entlastet auch die Unternehmen von mühsamen bürokratischen Prozessen. Und auch die Personenfreizügigkeits-Debatte schade gerade den Tourismusbetrieben enorm: am Arlberg, einem der Top Skigebiete Österreichs, arbeiten bereits über 70 Prozent Nicht-Österreicher_innen in den Tourismusbetrieben. „Mit den Plänen der Bundesregierung, die Personenfreizügigkeit einzuschränken, wird das zentrale Standbein der österreichischen Wirtschaft nachhaltig gefährdet und geschwächt,“ zeigt sich Schellhorn verärgert. „Woher sollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen? Österreicherinnen und Österreicher melden sich auf die Stellenangebote nicht,“ so der Hotelier und Gastronom.

„Ich fordere Bundesminister Mitterlehner auf, endlich eine Tourismusstrategie vorzulegen, die sich nicht aus Ad-hoc-PR-Gags und Oberflächlichkeiten zusammensetzt sondern visionäre Massnahmen für den künftigen Tourismusstandort Österreichs entwickelt. Der österreichische Alpenraum ist direkt vom Klimawandel betroffen. Es ist höchste Zeit, hier endlich - österreichische - Flagge zu zeigen,“ so Schellhorn abschließend.

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