- 08.04.2017, 14:56:56
- /
- OTS0022
Glawischnig meldet sich im ÖSTERREICH-Interview zurück: "Rücktritt? Das ist absurd."
Glawischnig zum Konflikt mit Jungen Grünen: "Meine ausgestreckte Hand ist da" - Aber: "Mit Flora Petrik ist keine Vertrauensbasis mehr vorstellbar."
Utl.: Glawischnig zum Konflikt mit Jungen Grünen: "Meine
ausgestreckte Hand ist da" - Aber: "Mit Flora Petrik ist keine
Vertrauensbasis mehr vorstellbar." =
Wien (OTS) - Im Interview für die Sonntagsausgabe der Tageszeitung
ÖSTERREICH meldet sich die Chefin der Grünen, Eva Glawischnig, nach
ihrer Erkrankung zurück. Am vergangenen Samstag hatte sie einen
Allergie-Schock erlitten.
Im ÖSTERREICH-Gespräch bestreitet sie vehement, amtsmüde zu sein.
Glawischnig: "Das ist vollkommen absurd. Ich denke nicht einmal an
Rücktritt. Ich bin erst vor eineinhalb Jahren wiedergewählt worden.
Wir haben jetzt eine Riesenchance. Angesichts des Rechtsrucks, den es
in der ÖVP sowieso gibt, aber auch bei Christian Kern, der darüber
diskutiert hat, ob wir 50 jugendliche Flüchtlinge aufnehmen sollen.
Ich werde ganz sicher am Bundeskongress für die Spitzenkandidatur
antreten."
Der grüne Bundeskongress soll angesichts der möglichen Neuwahl
vorverlegt werden. Schon zuvor will Glawischnig ihren Kritikern bei
einem erweiterten Bundesvorstand am 21. April offensiv
entgegentreten. Nach den Streitigkeiten mit den Jungen Grünen rufe
sie alle in der Partei auf, "bitte zur Arbeit zurückzukehren".
Glawischnig: "Natürlich war das kein schönes Bild, das wir in den
letzten Tagen abgegeben haben Ich würde mir auch wünschen, dass
konkrete Kritik künftig nicht nur anonym und medial weitergegeben
wird. Für Kritik bin ich immer offen, aber es ist schwierig, wenn
anonym Gerüchte in Umlauf gesetzt und die Probleme nicht ehrlich
genannt werden."
Eine Einigung mit der Spitze der Jungen Grünen um Flora Petrik
kann sich Glawischnig nicht vorstellen: "Mit Flora Petrik und ihren
sechs Vorstandsmitgliedern ist keine Vertrauensbasis mehr
vorstellbar. Auch von meiner persönlichen Seite nicht. Es ist jetzt
Sache der Landesorganisationen zu schauen, wie man mit den Jungen
weiter zusammenarbeiten kann. Meine ausgestreckte Hand ist aber da."
Alle Versöhnungsversuche mit Petrik seien gescheitert.
Glawischnig: "Es gab über Monate Gespräche, die Jungen zu versöhnen
und eine Abspaltung zu verhindern. Nachdem es aber schließlich keine
Zusage gab, auf die gegnerische Kandidatur zu verzichten, musste ich
den Beschluss des erweiterten Bundesvorstands ernst nehmen."
Im ÖSTERREICH-Interview schildert Glawischnig in dramatischen
Worten ihre Erkrankung. "Bis jetzt hatte ich immer nur eine leichte
Pollenallergie. Aber diesmal bin ich innerhalb von nur wenigen
Minuten total angeschwollen, dass ich überhaupt nichts mehr gesehen
habe. In so einer Situation ist immer die Sorge, dass auch bei den
Atemwegen Schwellungen auftreten. Der Volker hat Gott sei Dank nicht
lange gefackelt und sofort die Rettung gerufen. Erst in der
AKH-Notfallambulanz habe ich wieder etwas mitbekommen."
Nun gehe es ihr bereits "deutlich besser". Glawischnig: "Jetzt, wo
ich alles überstanden habe, geht's an die Ursachenforschung. Ein
zweites Mal möcht' ich das nicht mehr erleben."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEL






