VP-Kugler fordert im Gemeinderat ein geburtshilfliches Gesamtkonzept sowie akute Abhilfe gegen den Geburtenplatzmangel

Fehlplanungen und Untätigkeit sind fahrlässig und können zu Gefährdung von Müttern und Neugeborenen führen

Wien (OTS) - „Im vergangenen Jahr erzielte Wien mit fast 21.000 Geburten einen neuen Nachkriegsrekord. Allerdings bedarf es angesichts dieses erfreulichen Geburtenanstiegs auch einer adäquaten gesundheitspolitischen Planung. Diese wird aber von der Stadt offensichtlich völlig vernachlässigt“, so ÖVP Wien Gemeinderätin Gudrun Kugler und weiter: „Nach den uns vorliegenden Informationen häufen sich die Beschwerden von Frauen, denen bereits Ende Februar dieses Jahres seitens des KAV eine Absage für die gewünschte öffentliche Entbindungseinrichtung zu den Geburtsterminen im Juli und August erteilt wurde, weil es de facto keine freien Plätze mehr gibt. Und es wurde ihnen auch keine konkrete Hilfe zuteil, einen alternativen Entbindungsort zu finden.“

Der Ernst dieser Lage mache ein rasches und professionelles Vorgehen unumgänglich, das die Frauen in der Phase der Schwangerschaft unterstützt und ihre Wünsche und Bedürfnisse so weit als möglich berücksichtigt. „Es braucht daher die rasche Einrichtung einer Hotline zur Beratung von Schwangeren für die Monate bis zum Sommer. Zusätzlich sollte auch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen dem KAV und den privaten Spitälern erfolgen, um kurzfristige Kapazitätsengpässe abzudecken“, so Kugler weiter. In einem weiteren Schritt sei auch die Einrichtung einer zentralen Geburtsanmeldestelle im Rahmen des KAV unumgänglich, die die Wünsche der Frauen so weit als möglich berücksichtigt. Ebenso bedürfe es der Ausarbeitung eines geburtshilflichen Gesamtkonzepts, das sowohl den Geburtenzuwachs als auch alle Eventualitäten wie Risikoschwangerschaften, Nachbetreuung im Wochenbett etc. berücksichtigt, und auch die Aufstockung der Anzahl von freiberuflichen Hebammen mit Kassenvertrag beinhaltet.

„Die Untätigkeit und die Fehlplanungen des KAV in einer so sensiblen Frage sind eine Fahrlässigkeit, die zur Gefährdung von Müttern und Neugeborenen führt. Darum bringe ich heute zwei Beschlussanträge ein und hoffe auf Zustimmung von Seiten Rot-Grün“ so Kugler abschließend.

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