FrauensprecherInnen der Parlamentsparteien in Island: Großes Interesse am isländischen Modell für Lohngleichheit

Der „österreichische Weg“ bei Gewaltschutz ist international Vorbild

Wien (OTS/SK) - Die dreitägige Studienreise der Frauen- und Gleichbehandlungssprecherinnen der Parlamentsparteien ist gestern zu Ende gegangen. Alle Teilnehmerinnen der Delegation – die Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses und SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm, die Frauensprecherin der ÖVP Dorothea Schittenhelm, Carmen Schimanek von der FPÖ, Berivan Aslan von den Grünen, Neos-Frauensprecherin Claudia Gamon sowie Martina Schenk vom Team Stronach – zeigten sich beeindruckt vom interessanten politischen Erfahrungsaustausch mit isländischen Parlamentarierinnen und weiteren Expertinnen in Sachen Gleichbehandlung und Menschenrechte. Von besonderem Interesse für die österreichischen Abgeordneten war das neue isländische Gesetz für faire Bezahlung, das derzeit in Begutachtung ist. ****

„Einkommensunterschiede und die Forderung nach Schließen der Lohnschere stehen auch bei den isländischen Politikerinnen ganz oben auf der politischen Agenda“, berichtete Ausschussvorsitzende Gisela Wurm. Das auch international vielbeachtete Gesetzesvorhaben für Lohngerechtigkeit stieß auch bei den österreichischen Politikerinnen auf großes Interesse. Es soll in Island noch vor dem Sommer beschlossen werden. „Dieses Gesetz wird Firmen in Zukunft vorschreiben, Frauen und Männern gleich zu bezahlen. Wir haben mit den isländischen Abgeordneten den weiteren Austausch über dieses Projekt vereinbart, auch eine Einladung an isländische Parlamentarierinnen nach Österreich ist geplant“, informierte Wurm im Namen aller Frauensprecherinnen.

Umgekehrt habe es großes Interesse von Seiten der isländischen Gesprächspartnerinnen für die österreichischen Regelungen zum Gewaltschutz und zum Schutz der sexuellen Integrität gegeben. „Wir können stolz darauf sein, dass wir als Nationalrat auch in den letzten Jahren Verbesserungen erreicht haben. Unsere Gesetze gelten auch international als vorbildhaft in diesem Bereich“, so die Ausschussvorsitzende.

Auf dem Programm der Studienreise standen u.a. eine Führung durch das isländische Parlament „Althingi“, die Teilnahme an einer isländischen Parlamentssitzung, Treffen mit der isländischen Parlamentspräsidentin Unnun Bra Konradsdottir, dem isländischen Sozialminister Throesteinn Viglundsson sowie Gespräche mit Gleichbehandlungsbeauftragten, VertreterInnen des Komitees für Menschenrechte sowie einer Gender-Equality-NGO. (Schluss) sc/ah/mp

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