Zu Ostern legen nicht nur Hasen bunte Eier.

SLÖ fordert Abkehr von pädagogischen Fehlentwicklungen im Autonomiepaket.

Wien (OTS) - Anlässlich der Halbzeit in der Begutachtungsphase zum Autonomiepaket erinnert Thomas Bulant, Bundesvorsitzender des SLÖ, daran, dass eine Bildungsreform immer den SchülerInnen etwas bringen muss und nennt exemplarisch drei Bereiche, in denen die Regierung im Sinne der Schulqualität ihren Entwurf abändern sollte: „Die einzigen Supportkräfte der österreichischen Schule sind heute die IntegrationslehrerInnen, BeratungslehrerInnen und ambulant eingesetzten LehrerInnen, die durch die Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik zum Einsatz kommen. Prophylaxe, professionelle Beratung und Expertise werden von diesen Zentren geleistet. Ein durch die aktuelle Reform verordneter Verzicht auf diese Einrichtungen wäre ein immenser Schaden für die Schulen und deren Kinder.“

Mit dem gleichen Unverständnis greift Bulant schulzeitliche Regelungen im Entwurf (zweimal pro Woche Unterrichts- und Lernzeitenschluss um 13 Uhr) an, die das pädagogische Programm von Ganztagesschulen verunmöglichen werden: „Schulzeitregelungen für Ganztagesschulen, die in der Verschränkung keine Freizeitelemente mehr zulassen und 10-jährigen Kindern bis 18 Uhr Unterricht verordnen, können nie im Sinne sozialdemokratischer Bildungspolitik sein und sind zu korrigieren!“

Dass außerordentliche SchülerInnen in Zukunft ein Anrecht auf ein 10. Schuljahr haben, begrüßt Bulant, fügt aber an: „Dieses Jahr muss in jedem Fall auch in der PTS verbracht werden dürfen, denn dort sind die Profis für berufliche Bildung zu Hause.“

Bulant abschließend: „Zu Ostern legen nicht nur Hasen bunte Eier. Die Einwände der Schulpraxis gegen Fehlentwicklungen sollten im Ministerium ankommen und gehört werden. Der SLÖ hat seine Osternester bereits überreicht.“

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