Sozialausschuss - Muchitsch: Integrationsjahr legt Basis für nachhaltige Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft

Jährlich werden 15.000 Menschen vom Programm profitieren

Wien (OTS/SK) - Das Integrationsjahr im Rahmen des Arbeitsmarktintegrationsgesetzes sowie das Ausländerbeschäftigungsgesetz waren heute, Donnerstag, Themen im Arbeits- und Sozialausschuss des Nationalrats. SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch lobte das Integrationsjahr, „da es die Basis für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt und in unsere Gesellschaft schafft“. „Mittels eines einjährigen Programms werden sprachliche und berufliche Kompetenzen vermittelt. Damit wird es für diese Menschen, leichter, in Österreich Fuß zu fassen und sich orientieren zu können“, fasst Muchitsch zusammen. ****

Das Integrationsjahr dient der Integration von arbeitsfähigen Asylberechtigten, subsidiär Schutzberechtigen sowie AsylwerberInnen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit. Vom Programm werden etwa 15.000 Personen pro Jahr profitieren.

Bei SaisonarbeiterInnen wird die Beschäftigungsdauer von zehn auf maximal neun Monate reduziert. Saisonarbeitskräfte, die in den letzten fünf Jahren bereits einmal beschäftigt waren, sollen gegenüber neuen Saisoniers bevorzugt bewilligt werden, erklärte Muchitsch. Zudem werden die Sonderregelungen für ErntehelferInnen im ASVG ab 1. Jänner 2019 aufgehoben und sie werden in die Vollversicherung einbezogen.

Weiters werde die Gültigkeit der Rot-Weiß-Rot-Karte auf 24 Monate ausgeweitet. Dadurch können die Arbeitsbedingungen und die bezahlten Löhne und Gehälter besser beobachtet und evaluiert werden. „So kann gegebenenfalls auftretendes Lohndumping erkannt und kann mit Maßnahmen gegengesteuert werden“, erklärt Muchitsch. Die Rot-Weiß-Rot-Karte ermöglicht es qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten, in Österreich zu leben und zu arbeiten. Durch Anpassungen des Gesetzes wird es nun auch einfacher für Start-up-GründerInnen aus Drittstaaten, in Österreich Fuß zu fassen und Innovationen sowie Arbeitsplätze zu schaffen.

StudienabsolventInnen aus Drittstaaten bekommen außerdem länger Zeit, nach ihrem Hochschulabschluss einen Job zu finden. „Die AbsolventInnen, die hier studiert haben und hier leben und arbeiten wollen, werden künftig ein Jahr Zeit haben, eine für sie passende Beschäftigung zu finden“, erklärt Muchitsch. Darüber hinaus wird das Stundenausmaß, in dem Studierende mit der Rot-Weiß-Rot-Karte neben ihrem Studium 20 Stunden arbeiten dürfen, für Bachelor- Master- und Doktoratsstudierende vereinheitlicht. (Schluss) sc/kg/mp

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