SPÖ-Bauern: Sicherung kleinstrukturierter Familienbetriebe muss im Fokus der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU stehen

Weitere GAP-Ziele nach 2020: Zukunftssicherung von JungbäuerInnen, Unterstützung bei Markenentwicklung und Direkt-Vermarktung, Entbürokratisierung

Wien (OTS/SK) - In der Diskussion um die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa nach 2020 hält der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern, ÖR LKR Josef Etzenberger, heute, Donnerstag, die zentrale Forderung der SPÖ-Bauern fest: „Im Fokus der GAP muss die Sicherung kleinstrukturierter bäuerlicher Familienbetriebe liegen, dafür werden wir uns einsetzen.“ Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ- Bauern, nennt weitere GAP-Ziele: „Ein Schwerpunkt muss die Zukunftssicherung auch von JungbäuerInnen sein. Dazu gehören der freie Zugang zu Bildung und der Ausbau von Infrastrukturen wie Hochleistungsinternet“. SPÖ-Agrarsprecher Erwin Preiner unterstreicht, dass es notwendig ist, „Ziele des GAP nicht nur anzusprechen, sondern auch umzusetzen.“ Es gehe um die Stärkung der ländlichen Regionen in Europa, da sei die Landwirtschaft ein wesentlicher Faktor. ****

Die GAP der Europäischen Union müsse die Lebensrealitäten gerade auch von KleinbäuerInnen berücksichtigen: „Sie müssen in ihrer Existenzsicherung gegenüber Großkonzernen stärker unterstützt werden“, fordert Etzenberger, etwa wenn es um den Aufbau und die Vermarktung von regionalen Marken und „Ab-Hof-Verkauf“ geht. „In einer Zeit, in der KonsumentInnen verstärkt auf gesunde Ernährung achten und sich wieder auf hochwertige, regionale Lebensmittel besinnen, liegt in diesem Feld enormes Potenzial“, ergänzt Friedrich.

Preiner ortet auch dringenden Handlungsbedarf, wenn es um mehr „Transparenz, Entbürokratisierung und Verwaltungsvereinfachung geht“, ob in Bezug auf Fördermittel oder schneller, unbürokratischer Hilfe bei Ernteausfällen. Nachhaltiges, ressourcenschonendes Bewirtschaften und eine gesunde Bodennutzung müssen ebenfalls Schwerpunkte europaweiter Agrarpolitik sein, betont Friedrich.

„Wir SPÖ-Bauern werden weiterhin für die Interessen von kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetrieben kämpfen und uns dafür einsetzen, dass diese auch auf EU-Ebene eine starke Stimme haben. Denn sie leisten einen unersetzlichen Beitrag für ländliche Regionen, für die Umwelt und die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Lebensmittel, überall in der EU“, so Etzenberger, der darauf aufmerksam macht, dass noch bis zum 2. Mai für alle Berufsgruppen die Möglichkeit besteht, „Vorschläge zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik nach Brüssel zu schicken". (Schluss) sc/mb

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