Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt der Bundesrats-Beratungen

ÖVP ist die Familienpartei

Wien (OTS) - Kinder und Jugendliche stehen heute über weite Strecken im Mittelpunkt der Beratungen in der Plenarsitzung des Bundesrates. "Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Als Familienpartei ist die ÖVP stets bemüht, für die jungen Menschen in unserem Land die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen und für ihre Ausbildung, ihr Wohlergehen und ihren Schutz zu sorgen", war der einhellige Tenor der ÖVP-Mandatar/innen, die zum Thema das Wort ergriffen.

Gleich zu Beginn wurde in der Aktuellen Stunde mit Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin das Thema "Rauchen ab 18 - Gesunde Kinder von heute sind gesunde Erwachsene von morgen" diskutiert. Die Ministerin zeigte sich erfreut über das "effiziente Gesetz, das wir mit breitem Konsens auf sachlicher Ebene auf den Weg gebracht haben." Österreich weise im EU-Vergleich die höchste Raucherrate bei jungen Leuten auf. "Da können wir nicht zusehen, das dürfen wir nicht tolerieren. Wir müssen alles tun, um junge Menschen vom Rauchen abzuhalten. Denn Rauchen hat hohes Suchtpotential und schwere gesundheitliche Schäden zur Folge", erklärte Karmasin, warum sie für die Anhebung des Schutzalters und die Anwendung "aller Präventionsmöglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen", eintritt.

Im Sinne dieses Jugendschutzes möchte Karmasin künftig auch die Themen Ausgehzeiten und harter Alkohol angehen. "Auch das generelle Rauchverbot in der Gastronomie wird uns helfen."

Stöckl-Wolkerstorfer: Unsere Kinder sollen gesunde Erwachsene werden

In dieselbe Kerbe schlug auch die niederösterreichische ÖVP-Bundesrätin Angela Stöckl-Wolkersdorfer. "Die präventiven und aufklärenden Maßnahmen, die wir schon gesetzt haben, sind gut und wirken. Aber wir wollen mehr. Das Anheben des Schutzalters beim Rauchen und die präventive Aufklärung der Jugend können ein Schlüssel dazu sein, dass die Verlockungen entschärft werden und unsere Kinder und Jugendlichen zu gesunden Erwachsenen von morgen werden."

Stöckl-Wolkerstorfer dankte in diesem Zusammenhang Ministerin Karmasin "für den mutigen und richtigen Weg bis zum heutigen Beschluss. Wir Erwachsene sollen Vorbilder für unsere Jugend sein, die morgen vielleicht auch dadurch gesünder leben werden."

Edgar Mayer erfreut über Schulterschluss der Bundesländer

Auch Edgar Mayer, Vorarlberger Bundesrat und Fraktionsvorsitzender der ÖVP-Bundesräte, will "unsere Jugendlichen gesund ins Erwachsenenalter bringen." Österreich liege leider nicht nur im Bereich der jugendlichen Raucher im europäischen Spitzenfeld, sondern sei auch im Bereich Rauch in der Gastronomie Europameister. "Das ist kein Ruhmesblatt. Da müssen wir ansetzen."

In diesem Sinne sei der Beschluss bezüglich Rauchen erst ab 18 Jahren ein Meilenstein im Bereich nachhaltiger Maßnahmen für Schutz und Prävention. Besonders positiv hob Mayer hervor, dass die Bundesländer in dieser Frage eine einheitliche Position eingenommen haben. "Dieser Schulterschluss ist angesichts der Tatsache, dass es um die Gesundheit unserer jungen Erwachsenen geht, besonders wichtig." Dass das Verbot wirkt, sehe man an anderen Ländern wie z.B. England, wo die Raucherquote bereits zurückgegangen sei. Dies sei auch angesichts des morgigen Weltgesundheitstages eine bedeutende Erkenntnis.

Sandra Kern: Lehrabschlüsse fördern, Jugendberatung groß schreiben

Auch beim ersten Tagesordnungspunkt stand die Politik in Europa und Österreich für Jugendliche zur Debatte. "Bildung und Ausbildung sind Schlüsselbegriffe für eine funktionierende Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen", sagte die niederösterreichische ÖVP-Bundesrätin Sandra Kern in ihrem Debattenbeitrag. "Um die Jugendarbeitslosigkeit hintanzuhalten, müssen wir auf nationaler Ebene Jugendberatung groß schreiben und Lehrabschlüsse fördern." Eine der zahlreichen erfolgreichen Maßnahmen, die die Politik auf Bundes- und Landesebene schon beschlossen habe, sei etwa die Ausbildungspflicht bis 18 Jahre – also eine Ausbildung, die über den Pflichtschulabschluss hinausgeht. Diese Ausbildungspflicht wird mit nun schlagend und soll einen guten Start der Jugendlichen ins Berufsleben ermöglichen, führte Sandra Kern aus.

Für wichtig hält Kern aber auch das Thema Digitalisierung. "Wir müssen damit schon sehr früh ansetzen – schon in der Schule muss digitale Kompetenz vermittelt werden und der Umgang mit Gefahren und Chancen der Digitalisierung beigebracht werden."
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