Willi: Fragwürdige Polizei-Kommunikation nach tödlichem Unfall in Wien

Grüne: Sobotka muss einseitige Darstellung des Geschehens dringend aufklären

Wien (OTS) - Nach dem tragischen Unfall in Wien-Hetzendorf, bei dem ein siebenjähriges Mädchen in einer Tempo-30-Zone von einem PKW erfasst und getötet wurde, übt Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen, Kritik an der tendenziösen Kommunikationspolitik von Polizei und BMI. 

"Der schreckliche Unfall – für welchen die Betroffenen unser volles Mitgefühl haben - war der Landespolizeidirektion Wien als Dienststelle des BMI zwei Aussendungen wert. In beiden wird jedoch das Geschehen so dargestellt, als trüge das Opfer die alleinige Verantwortung. Einen entscheidenden Teil des Vorfalls hat die Polizei-PR hingegen konsequent verschwiegen: Dass der Kfz-Lenker offenbar deutlich zu schnell unterwegs war." 

Diese PR-Schlagseite zulasten schwächerer VerkehrsteilnehmerInnen ist zwar kein Einzelfall, aber bei einem derart traumatischen Ereignis eine unverzeihliche Fehlleistung der Verantwortlichen in Polizeiapparat und BMI. "Innenminister Sobotka ist dringend aufgefordert, verfälschende Kommunikation zu Ungunsten der Opfer in seinem Haus und den zugehörigen Dienststellen abzustellen. Sobotka sollte die Energie stattdessen auf konsequentes Vorgehen gegen das flächendeckende Ignorieren der Tempolimits lenken - auch und gerade in Tempo-30-Zonen", unterstreicht Willi.

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