Programm zur Ortskernbelebung vorgestellt

Mikl-Leitner, Pernkopf: Investitionspaket in der Höhe von sieben Millionen Euro

St. Pölten (OTS/NLK) - Ein neues Programm zur Ortskernbelebung stellten heute, Donnerstag, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz in St. Pölten vor.

„Die Familien suchen sich einen Bauplatz bzw. eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes und dort, wo Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulinfrastruktur und Nahversorgung passen. Das alles wird mit Lebensqualität und Wohnqualität verbunden“, sagte Mikl-Leitner. Laut einer Befragung würden sich viele Menschen eine Wohnung bzw. ein Haus im Ortskern wünschen. „Bereits in der Vergangenheit wurden viele Maßnahmen zur Ortskernbelebung über die Dorf- und Stadterneuerung umgesetzt“, erinnerte die Landeshauptmann-Stellvertreterin an die 438 Projekte, die in den letzten vier Jahren unterstützt wurden.

„Wir wollen in diesem Zusammenhang aber weiterhin ganz konkrete Maßnahmen umsetzen und haben deshalb ein drei Punkte Programm erarbeitet“, kündigte sie an. Die neue niederösterreichische Flächenmanagementdatenbank werde wesentlich dazu beitragen, einerseits leer stehende Gebäude besser zu erfassen und andererseits diese leichter zu verwerten. Der zweite Punkt umfasse die Verlängerung der Landesfinanzsonderaktion bis Ende 2018, „wodurch Gemeinden beim Ankauf von Häusern und Grundstücken direkt im Ortskern unterstützt werden“, so Mikl-Leitner. Bei der NÖ Wohnbauförderung werde die Darlehensunterstützung im großvolumigen Wohnbau ausgebaut und auf zehn Millionen Euro verdoppelt. Auch das Pilotprojekt „Ortskernbelebung im Waldviertel“ werde auf ganz Niederösterreich ausgerollt, meinte die designierte Landeshauptfrau. Davon würden Familien profitieren, die Häuser bauen, weil das Direktdarlehen um 5.000 Euro erhöht werde. Es sei auch geplant, die Förderbasis bei Sanierungen um 5.000 Euro zu erhöhen, hob die Landeshauptmann-Stellvertreterin hervor. Für dieses Programm nehmen wir rund sieben Millionen Euro in die Hand.

Landesrat Pernkopf sagte: „In Niederösterreich wird viel Bauland gewidmet, aber nicht die gesamte Fläche bebaut.“ Diese Entwicklung führe zur Zersiedelung, dies bedeute einen großen Bodenverbrauch, lange Wegstrecken und damit unnötige Autofahrten. Die Siedlungsentwicklung am Ortsrand lasse die Ortskerne langsam veröden. „Mittlerweile dürfen die Einkaufszentren auf der grünen Wiese nicht mehr so errichtet werden, wie das in der Vergangenheit üblich war“, informierte der Landesrat über die neue Raumordnung.

Im letzten Jahr sei es aber bereits gelungen, die sogenannte „Widmungsreserve“ abzubauen, zeigte sich Pernkopf erfreut. „Durch die Flächenmanagementdatenbank können Gemeinden leer stehende Grundstücke systematisch erfassen, überdies sind leer stehende Objekte besser zu orten. Dadurch kann eine Grundstücksbörse geschaffen werden, die die Verwertung von Objekten gezielt verbessert. Diese Datenbank wurde vom bayrischen Landesamt für Umwelt übernommen“, hob der Landesrat hervor. Die Datenbank sei bereits in den Pilotgemeinden Mistelbach, Gaweinstal und Gerasdorf (Seiring) getestet worden, wo beachtliche Erfolge erzielt wurden. Die Datenbank wird allen Gemeinden zur Verfügung gestellt.

Nähere Informationen beim Büro LHStv. Mikl-Leitner unter 0664/826 78 89, Hermann Muhr, e-mail hermann.muhr@noel.gv.at, bzw. Büro Landesrat Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon 02742/9005-12704, e-mail lr.pernkopf@noel.gv.at.

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