Schlag gegen international agierende Tätergruppe

Wien: ARGE Taschendiebstahl konnte 650 Fälle klären und 7 Festnahmen durchführen

Wien (OTS) - Ermittler des Landeskriminalamtes Wien – ARGE (Arbeitsgemeinschaft) Taschendiebstahl führten in enger Kooperation mit dem Bundeskriminalamt umfangreiche und mehrmonatige Ermittlungen und Erhebungen gegen eine Tätergruppe durch, die seit November 2016 für eine Vielzahl an Taschendiebstählen im Wiener Stadtgebiet verantwortlich war.
Auch der Herr Bundesminister für Inneres Mag. Wolfgang Sobotka äußert sich positiv zu diesem Ermittlungserfolg: "Ich gratuliere den ermittelnden Beamten zu diesem großartigen Erfolg. Die gute internationale polizeiliche Zusammenarbeit ist eine wesentliche Voraussetzung zur Bekämpfung organisierter Kriminalität und ein Eckpfeiler der Sicherheitsdoktrin des Innenministeriums."
Im Rahmen einer kriminellen Organisation wurden ausnahmslos unmündige bzw. minderjährige Mädchen zur Tatausführung herangeführt. Die jungen Täterinnen agierten zumeist in Kleingruppen. Die Diebstähle erfolgten hauptsächlich in öffentlichen Verkehrsmitteln und in der Umgebung diverser Sehenswürdigkeiten.
Bei vereinzelten Aufgriffen der jungen Mädchen blieben die Drahtzieher immer im Hintergrund und traten nie persönlich in Erscheinung. Die Tätergruppe agierte in ganz Europa, wobei sich ihr Schwerpunkt auf beliebte touristische Ziele wie zB. Wien, Rom, und Barcelona richtete.

Im Rahmen von sehr zeitintensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungstätigkeiten gelang es den Ermittlern der Landeskriminalamtes und des Bundeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeidienststellen auf die Spur von Hinterleuten dieser kriminellen Organisation zu kommen. So konnten schließlich mehrere Straftaten zugeordnet und diverse Unterkünfte der Täter lokalisiert werden.

Bei einem koordinierten Zugriff an mehreren Örtlichkeiten in Wien wurden im Jänner 2017 fünf Personen, davon drei Männer und zwei Frauen, festgenommen. Ein Bargeldbetrag von ca. 12.000 Euro in verschiedenen Währungen konnte sichergestellt werden.

Nach Auswertungen der Ermittlungsergebnisse konnte im März eine weitere männliche Person, welche für logistische Maßnahmen zuständig war sowie eine Serientäterin, welche alleine für mehr als 100 Fakten verantwortlich ist, festgenommen werden.
Insgesamt konnten dieser Tätergruppe, bestehend aus den Haupttätern sowie aus etwa 27 ausführenden Taschendiebinnen 650 Fakten mit einer Gesamtschadensumme von mehr als 295.000 Euro nachgewiesen werden.

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