Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna mit Rekordergebnis

2016 haben sich alle unsere Geschäftsbereiche positiv entwickelt, wobei insbesondere die verschreibungspflichtigen Produkte einen entscheidenden Beitrag zu unserem Wachstum leisten. Wesentlich dafür waren die Neueinführungen der vergangenen Jahre sowie unsere am Markt etablierten Produkte
Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV
Für 2017 erwarten wir, dass sich dieser positive Trend fortsetzt.
Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV
Dies ist speziell vor dem Hintergrund des Business-Swaps mit Sanofi positiv hervorzuheben
Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV
Mit der Bündelung der ergänzenden Produktportfolios sowie der bestehenden Technologieplattformen für Impfstoffe und anti-parasitische sowie pharmazeutische Spezialprodukte ist das gemeinsame Unternehmen in den wichtigen Wachstumssegmenten der Branche sehr gut aufgestellt
Hubert Papp, Leiter Tiergesundheit im Boehringer Ingelheim RCV
Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2016 in dem unsere Marktführerschaft in der Entwicklung und Herstellung mikrobieller Biopharmazeutika mit 16 % Umsatzzuwachs weiter ausbauen konnten, konzentrieren wir uns 2017 auf die Aufnahme und Entwicklung neuer innovativer Produkte sowie die Errichtung der großtechnischen Produktionsanlage für Zellkulturtechnologie
Christian Eckermann, Leiter Biopharma Austria
Unser Forschungsteam in Wien hat 2016 wieder mehrere Substanzen entdeckt, aus denen neue Krebsmedikamente werden könnten. Sie werden in den kommenden Jahren an Lungenkrebspatienten geprüft
Darryl McConnell, Forschungsleiter im Boehringer Ingelheim RCV

Wien (OTS) -

•    Wachstum in allen Geschäftsbereichen
•    Betriebsleistung steigt auf EUR 1.243,1 Mio.
•    Gesamterlöse von EUR 821,5 Mio. erzielt
•    Mitarbeiterzahl steigt auf 3470

Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück: Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge und Bestandsveränderung) stieg um 8,9 % auf EUR 1.243,1 Mio. (2015 EUR 1.141,5 Mio.). Diese Zahl beinhaltet die Umsätze gegenüber verbundenen Unternehmen, unter anderem die Erlöse aus dem Wiener Biopharma-Geschäft. Die Gesamterlöse aus den Geschäftsbereichen verschreibungspflichtige Medikamente, rezeptfreie Produkte und Tiergesundheit wuchsen um 8,1 % auf EUR 821,5 Mio. (2015 EUR 760,2 Mio.). Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um 2,0 % auf 3470 (2015: 3403), davon 1629 in Österreich.

Besonders positiv entwickelte sich das Kerngeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, das um 9,6 % wuchs. Die Erlöse bei den rezeptfreien Produkten stiegen um 0,8 %. Sehr gut entwickelte sich das Geschäft mit Tierarzneimitteln. Hier gab es ein kräftiges Wachstum von 8,9 %. Auch die biopharmazeutische Auftragsfertigung wuchs im zweistelligen Bereich*.

"2016 haben sich alle unsere Geschäftsbereiche positiv entwickelt, wobei insbesondere die verschreibungspflichtigen Produkte einen entscheidenden Beitrag zu unserem Wachstum leisten. Wesentlich dafür waren die Neueinführungen der vergangenen Jahre sowie unsere am Markt etablierten Produkte", sagte Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV. "Für 2017 erwarten wir, dass sich dieser positive Trend fortsetzt."

Wachstumstreiber verschreibungspflichtige Medikamente

Im Kerngeschäft der verschreibungspflichtigen Arzneimittel stiegen die Erlöse in der Gesamtregion um 9,6 % auf EUR 641,7 Mio. (2015 EUR 585,4 Mio.). Polen, die Schweiz, Tschechien, Israel, die adriatischen Staaten sowie Rumänien, Bulgarien, die Slowakei und Ungarn verzeichneten eine sehr positive Entwicklung.

Wachstumstreiber waren die Neueinführungen der letzten Jahre: die Diabetesmedikamente Jardiance® und Trajenta®, der Wirkstoff Nintedanib, der zur Behandlung von Lungenkrebs (Giotrif©) und der Idiopathischen Lungenfibrose (Ovef®) eingesetzt wird, sowie Spiolto® zur Behandlung der Raucherlunge (COPD). Auch etablierte Produkte, wie der Gerinnungshemmer Pradaxa® und Actilyse® zur Akutbehandlung von ischämischen Schlaganfällen entwickelten sich sehr positiv. Umsatzstärkstes Produkt war erstmalig Pradaxa®, das Spiriva® nach Jahren als führendes Produkt abgelöst.

In Österreich stiegen die Erlöse um 5,0 % auf EUR 83,5 Mio. (2015: EUR 79,5 Mio.) Hauptumsatzträger waren Pradaxa®, Spiriva® sowie das Atemwegsmedikament Berodual® und die Diabetes-Produktpalette.   

Stabile Entwicklung bei rezeptfreien Produkten

Auch der Selbstmedikationsbereich konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes ein Wachstum von 0,8 % auf EUR 128,4 Mio. (2015 EUR 127,4 Mio.) verzeichnen. "Dies ist speziell vor dem Hintergrund des Business-Swaps mit Sanofi positiv hervorzuheben", so von Lattorff. Boehringer Ingelheim und Sanofi hatten im Juni 2016 den Tausch der Sanofi-Tiergesundheitssparte (Merial) mit dem Bereich Selbstmedikation von Boehringer Ingelheim bekanntgegeben. Die Transaktion wurde am 1. Jänner 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Gute Zukunftsaussichten bei Tierarzneimitteln

Im Geschäftsbereich Tiergesundheit konnten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 8,9 % auf EUR 51,5 Mio. (2015 EUR 47,3 Mio.) gesteigert werden. Die wichtigsten Produkte in der Region waren die Schweineimpfstoffe Ingelvac Circoflex® und Ingelvac Mycoflex®, die Metacam®-Produktfamilie sowie Vetmedin® zur Behandlung von Herzschwäche bei Hunden. Die positive Dynamik in diesem Bereich ist vor allem auf die Entwicklung in Russland, Polen und der Schweiz zurückzuführen. 

Mit der Integration von Merial entsteht derzeit der weltweit zweitgrößte Player im Bereich Tiergesundheit. "Mit der Bündelung der ergänzenden Produktportfolios sowie der bestehenden Technologieplattformen für Impfstoffe und anti-parasitische sowie pharmazeutische Spezialprodukte ist das gemeinsame Unternehmen in den wichtigen Wachstumssegmenten der Branche sehr gut aufgestellt", sagt Hubert Papp, Leiter Tiergesundheit im Boehringer Ingelheim RCV. Papp rechnet damit, dass sich durch die Integration von Merial die Umsätze in der Region in etwa verdoppeln werden.

Hohe Investitionen in den Ausbau der biopharmazeutischen Produktion

Am Standort Wien entwickelt und produziert Boehringer Ingelheim biopharmazeutische Arzneimittel sowohl aus eigener Forschung als auch für Auftragskunden. 2016 liefen die Vorbereitungen zur Errichtung einer neuen großtechnischen biopharmazeutischen Produktionsanlage und die dazugehörige Infrastruktur für Wirkstoffe, die mit Hilfe von Zellkulturen hergestellt werden. Mit der Investition von fast EUR 700 Mio. wird Boehringer Ingelheim bis 2021 rund als 500 neue Arbeitsplätze in Wien schaffen.

"Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2016 in dem unsere Marktführerschaft in der Entwicklung und Herstellung mikrobieller Biopharmazeutika mit 16 % Umsatzzuwachs weiter ausbauen konnten, konzentrieren wir uns 2017 auf die Aufnahme und Entwicklung neuer innovativer Produkte sowie die Errichtung der großtechnischen Produktionsanlage für Zellkulturtechnologie", erklärt Christian Eckermann, Leiter Biopharma Austria.

Wien als globales Krebsforschungszentrum

Ziel von Boehringer Ingelheim ist es, mit innovativen Therapien möglichst vielen KrebspatientInnen ein längeres und beschwerdefreieres Leben zu ermöglichen. Die Forscher arbeiten dabei an Therapieansätzen, die entweder die Tumorzellen direkt angreifen oder Immunzellen aktivieren, die dann ihrerseits den Krebs bekämpfen.

"Unser Forschungsteam in Wien hat 2016 wieder mehrere Substanzen entdeckt, aus denen neue Krebsmedikamente werden könnten. Sie werden in den kommenden Jahren an Lungenkrebspatienten geprüft", sagt Darryl McConnell, Forschungsleiter im Boehringer Ingelheim RCV.

Mit jährlichen Forschungsaufwendungen von 200 Millionen Euro ist Boehringer Ingelheim das forschungsintensivste Pharmaunternehmen in Österreich.

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Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG
Dr. Boehringer-Gasse 5 – 11, A-1121 Wien

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Tel. +43-1-80105-2742
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Tel. +43-1-80105-2230
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