Androsch/Hutter: Stärkung der psychischen Gesundheit ins Bewusstsein rücken

Rund zehn Prozent der NÖ Bevölkerung leiden an Depressionen

St. Pölten (OTS) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte heuer die Depression als Schlüsselthema ins Zentrum des morgigen Weltgesundheitstages. Denn immer mehr Menschen leiden an psychischen Erkrankungen. Mentale Leiden zählen somit zu den gesundheitspolitischen Herausforderungen der heutigen Zeit. Auch in Niederösterreich ist eine kontinuierliche Zunahme psychischer Erkrankungen seit Jahren zu beobachten. „Etwa zehn Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher leiden mittlerweile an Depressionen. Zwar wurde in den letzten Jahren in diesem Zusammenhang viel unternommen, dennoch sind nach wie vor Tendenzen zu erkennen, die eine weitere Zunahme von mentalen Erkrankungen erwarten lassen“, hält NÖ Gesundheitslandesrat Ing. Maurice Androsch fest.

Seit Jahren wächst die Zahl der Menschen deutlich, die aufgrund psychischer Probleme medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, genauso wie der Medikamentenverbrauch und die Arbeitsunfähigkeitstage in Verbindung mit mentalen Erkrankungen. Die durchschnittliche Krankenstandsdauer bei Depressionen lag in Niederösterreich 2016 bei 53,99 Tagen und damit weit über dem Durchschnitt aller Erkrankungen von 12,34 Tagen. „Die Stärkung der psychischen Gesundheit zählt aktuell zu den Kernaufgaben der Gesundheitspolitik. Neben der Entstigmatisierung des Krankheitsbildes und dem Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten sind aber vor allem die Ursachen, wie z.B. steigende Leistungserwartungen und zunehmend prekäre Dienst- und Einkommensverhältnisse, im Auge zu behalten und über die Gefahren aufzuklären“, meint Androsch.

Allein fast 135.000 bei der NÖ Gebietskrankenkasse versicherte Patientinnen und Patienten wurden 2016 gegen Depressionen behandelt. Obmann KR Gerhard Hutter von der NÖGKK weist darauf hin, dass Niederösterreich äußerst aktiv und gerade bei der psychischen Gesundheit Vorreiter in Österreich sei: „Wir haben ein großes Paket geschnürt. Die Versorgungsqualität im Bereich der Psychotherapie war in Niederösterreich noch nie so gut wie heute. Wir waren die erste Gebietskrankenkasse, die einen Vertrag mit Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie abgeschlossen hat. Ein erfolgreiches niederösterreichisches Vorzeigeprojekt ist das Autismuszentrum Sonnenschein in St. Pölten. Mit der kostenlosen Therapie von an Autismus erkrankten Kindern ist es die einzige derartige Einrichtung in Österreich, die Krankenkassen und Land gemeinsam finanzieren. Zudem haben wir unsere Bemühungen im Bereich der Prävention psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich verstärkt.“

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