Nein zu NEOS-Forderung für nicht approbierte Schulbücher

Approbations-Stopp bei Schulbüchern hält keinem Fakten-Check stand

Wien (OTS) - Auch wenn Teile der Neos-Kritik am Approbationsverfahren von Lehrbüchern berechtigt sind, so schüttet man das Kind mit dem Bade aus. Österreichs Bildungs- und Schulbuchverleger haben hierzu eine alternative Perspektive.

Neos-Vorsitzender Matthias Strotz sieht zu wenig Vermittlung von Wirtschaftskompetenz in Lehrmitteln für die Pflichtschule, zu viel Ideologie und auch zu viele Fehler. Strolz meint: „Approbation gehört ersatzlos gestrichen“. Er argumentiert dies mit zu langen Prüfzeiten der Kommission und auch damit, dass Lehrbücher selbst nach eingehender Prüfung nicht fehler- und ideologiefrei seien.

Experten achten auf Qualitäts-Standards

„Während Matthias Strolz durchaus zurecht mehr Vermittlung von Wirtschaftskompetenz in der Pflichtschule fordert“, so Markus Spielmann, Sprecher der österreichischen Bildungs- und Schulbuchverleger, „soll man keinesfalls auf die Approbation von Schulbüchern durch eine Kommission des Bildungsministeriums verzichten. Das würde Fehlern erst Recht Tür und Tor öffnen – sachlich wie ideologisch. Vielmehr ist das Approbationsverfahren die wesentliche Qualitätsbasis und für Schüler, Eltern und Lehrer jene solide Sicherheit, die Qualität von Schulbüchern und die Einhaltung der Bildungsziele und Lehrpläne sichert! Unabhängige Expertenbegutachtung gewährleisten das auch in Zukunft – und zwar zügig, nicht in jahrelangen Prozessen, wie Neos-Vorsitzender Matthias Strolz irreführend angibt.

Bildungsverlage setzen auf Qualität

Österreichs Bildungsverlage setzen dabei auf stete Entwicklung und Qualitätsverbesserung der Schulmedien. „Wir wissen aus täglicher, konsequenter Arbeit, dass Fehler leider immer passieren“, so Spielmann. Deswegen arbeite man konsequent auf zwei Ebenen. Dabei geht es um die Entwicklung von Lehrinhalten und um das Halten von ausgezeichneten Standards beim Approbationsverfahren im Bildungsministerium, freilich aber auch um die Erhöhung der Qualität des Duos Print-Buch und E-Book. „Ein großes Feld mit viel Arbeit“, merkt Markus Spielmann an.

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