Androsch: Bei Freude über Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht auf ältere Arbeitslose vergessen

NÖ Arbeitsmarkt braucht Beschäftigungsinitiativen wie „Aktion 20.000

St. Pölten, (OTS) - Ältere Personen, die ihre Arbeit verlieren, haben immer weniger Chancen auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Aufgrund dessen nahm auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Vergangenheit überdurchschnittlich zu. Besonders die Gruppe der über 50-Jährigen hat sich bundesweit in den letzten Jahren fast verdreifacht. „So erfreulich der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit insgesamt ist, desto höheres Augenmerk erfordert derzeit die Lage am Arbeitsmarkt bei älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Bei aller Freude über die Tatsache, dass der Arbeitsmarktmotor offenbar wieder anspringt, darf nicht auf die schwierige Situation in der Altersgruppe der über 50-Jährigen vergessen werden“, betont NÖ Soziallandesrat Ing. Maurice Androsch.

„Die März-Zahlen der Arbeitslosenstatistik für Niederösterreich sprechen eine deutliche Sprache“, so Androsch. Mit einem Anstieg von 7,5 % im Alterssegment von 50+ schreitet der Trend älterer Arbeitsloser ungebrochen weiter voran. Zudem sind etwa 46 % der über 50-Jährigen Langzeitbeschäftigungslosen von vermittlungsrelevanten gesundheitlichen Einschränkungen betroffen. In dieser Personengruppe stieg die Arbeitslosigkeit im März in Niederösterreich sogar um 10,7 % an.

„Wir wissen, dass Arbeitslosigkeit unmittelbar die Gefahr von Altersarmut erhöht. Infolgedessen entlasten Erwerbsarbeit und hoher Beschäftigungsstand das Sozialsystem. Es besteht daher der dringende Bedarf an zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für länger beim AMS vorgemerkte Personen höheren Alters. Umso mehr müssen jetzt Maßnahmen, wie die ‚Aktion 20.000‘ von Sozialminister Alois Stöger, die zusätzliche und dauerhafte Arbeitsplätze für über 50-Jährige ins Auge fasst und bis zu 100 % der Lohn- und Lohnnebenkosten fördert, unterstützt werden“, so Androsch.

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