Dziedzic: Dramatische Situation für Homosexuelle in Tschetschenien

Grüne: Bundesregierung muss Unterstützung zusagen

Wien (OTS) - "In Tschetschenien spielt sich aktuell eine menschenrechtliche Katastrophe ab, die an besonders düstere Zeiten, geprägt von Verfolgung, Ermordung und Inhaftierung von homosexuellen Menschen, erinnert", zeigt sich Ewa Dziedzic, Grüne LGBTI Sprecherin und Bundesrätin besorgt. "Wir erwarten eine sofortige und offizielle Unterstützungserklärung für die Verfolgten seitens der österreichischen Regierung", sagt Dziedzic.

Die Informationen über "Säuberungen" und Hetzjagden auf schwule Männer stammen aus unterschiedlichsten Quellen - auch staatlichen, wie die letzte kritische Zeitung in Russland, die Novaya Gazeta, bestätigt.
"Wir fordern Außenminister Kurz auf, die Berichte ernst zu nehmen und mit der russischen Botschaft in Kontakt zu treten, um mehr über die Lage vor Ort zu erfahren. Es braucht ein klares Statement aus Österreich.
Die russischen und tschetschenischen Menschenrechtsorganisationen brauchen dringend Unterstützung und die Verhaftungen gehören sofort unterbunden", sagt Dziedzic.

Das russische Menschenrechtsorganisation LGBT Network in St. Petersburg ruft über soziale Medien zur raschen Notevakuierung für schwule Männer aus Tschetschenien auf und hat eine Helpline publiziert.
https://lgbtnet.org/en/content/statement-russian-lgbt-networks-board-regarding-information-kidnappings-and-murders-lgbt

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003