Teil 2 des „Universum“-Dreiteilers „Die wunderbare Welt der Affen“

„Familienbande“ am 4. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Ob Mensch, Affe oder Lemur – eines haben alle Primatenarten gemeinsam: Sie organisieren ihr Leben in Gruppen. Welche erstaunlichen Strategien des Zusammenlebens Primaten bisher entwickelt haben und wie ausgeklügelt Kommunikation innerhalb der Gruppe funktioniert, zeigt der zweite, von Giles Badger und Rosie Thomas gestaltete Teil des „Universum“-Dreiteilers „Die wunderbare Welt der Affen“ (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr) am Dienstag, dem 4. April 2017, um 20.15 Uhr in ORF 2. Die dritte und letzte Folge der BBC-Serie folgt am Dienstag, dem 11. April, um 20.15 Uhr in ORF 2.

Ganz gleich ob Nahrungssuche, Revierverteidigung oder Nachwuchsbetreuung – das Erfolgsrezept der Primaten ist das Zusammenleben in Gemeinschaft. Es hilft ihnen, die unterschiedlichen Anforderungen ihres Daseins effizienter zu meistern. Zugehörigkeit – das ist für alle Primatenarten eine überlebensnotwendige Kategorie. Im Gegensatz zu anderen Tierarten dauert der Prozess zum fertig entwickelten Tier bei Primaten verhältnismäßig lange. Eine wichtige Lektion ist dabei das Verhalten innerhalb der Gruppe. Es geht etwa darum, wie Verbindungen eingegangen werden, wie der Rang verteidigt oder Ansehen innerhalb der Gruppe erlangt wird. Primatengruppen verfügen über ein äußerst komplexes Sozialverhalten. Sie lernen, dass alle innerhalb der Gruppe füreinander zuständig sind. Zu beobachten ist dieses Verhalten etwa bei den Haubenlanguren in Malaysia. Deren Clanmitglieder beschützen die Jungtiere – ganz gleich, ob sie mit ihnen biologisch verbunden sind oder nicht.

Primaten haben unterschiedliche Strategien entwickelt, die helfen, Auseinandersetzungen zu vermeiden. Kommunikation ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Lautäußerung, Gestik und Mimik sind bei vielen Primatenarten hoch entwickelt. Manche lassen auch Farben für sich sprechen. So gilt etwa beim bunten Gesicht der Mandrillmännchen: je intensiver die Farbe, desto kräftiger das Männchen. Die lange Nase des Nasenaffen, die breiten Backen des Orang-Utans oder der silberne Rücken des Gorillas – alle Merkmale haben dieselbe Bedeutung: „Erspar dir den Kampf, der Boss hier bin ich!“

Andere Affenarten bauen weniger auf Äußerlichkeiten als vielmehr auf tatkräftige Aktionen: So halten etwa die Mantelpaviane ihre strenge Familienhierarchie mit roher Gewalt aufrecht. Bei den Japanmakaken wird Status vererbt, während sich die Berberaffen in der Rangordnung hochdienen müssen, indem sie sich mit fremden Federn schmücken: Sie „borgen“ sich Jungtiere aus und bringen sie den Ranghöheren als Präsent. Die Bonobos wiederum können als Hippies unter den Primaten bezeichnet werden. Ganz nach dem Motto „Make Love, Not War“ regelt Sex das Zusammenleben und schafft etwa Streit aus der Welt.

Bisher unbeobachtetes Sozialverhalten legt offen, wie grundverschieden und kompliziert die gemeinschaftlichen Lebensstile der einzelnen Primatenarten konstruiert sind – und welche Herausforderung sie Tag für Tag für das einzelne Tier darstellen. Denn jedes Clanmitglied hat zwei widersprüchliche Rollen zu erfüllen:
die Rolle des Teamplayers und die Rolle des Einzelkämpfers. Der Einzelkämpfer ist besonders gefordert: Er muss seinen Platz in der Gruppe finden und diesen ferner ständig neu behaupten. Jovialer Zusammenhalt und strenge Hierarchie, Vertrauen und Missgunst, Sicherheit und Gewalt – das Sozialverhalten der Primaten ist vielseitig.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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