Vogl: Bessere Aufklärung bei Lebensmittel-Gütezeichen notwendig

KonsumentInnen sollen noch mehr zu regionalen Produkten greifen

Wien (OTS/SK) - „Österreich ist der Feinkostladen Europas und der Export spielt eine wichtige Rolle für Österreichs Lebensmittelindustrie“, betont SPÖ-Abgeordneter Markus Vogl am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Es gehe ihm um eine bessere Aufklärung, welche Herkunftsbezeichnungen es gibt und wo die Unterschiede sind. Hier sei der Landwirtschaftsminister gefordert. Es gebe drei Gütezeichen, das sind der „geschützte Ursprung“ (g.U.-Produkte), die „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.–Produkte)und die „garantierte traditionelle Spezialität“, von der es in Österreich nur eine gibt, erklärte Vogl am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Geschützte Ursprungsbezeichnung ist ein rotes Gütezeichen und besagt, dass Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Produkts in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgen. „In Österreich sind das zum Beispiel die Wachauer Marille, der Waldviertler Graumohn, der Vorarlberger Bergkäse oder der Gailtaler Almkäse“, so Vogl. Das heißt, als Konsument kann ich mich darauf verlassen, wenn ein Produkt das rote Gütesiegel trägt, dann ist das die beste Qualität. Es gibt zehn Produkte in Österreich, die das rote Gütesiegel tragen dürfen.

Für Produkte mit dem blauen Gütezeichen „geschützte geografische Angabe“ ist es ausreichend, wenn bereits eine der Herstellungsstufen (Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung) in einem bestimmten Herkunftsgebiet stattfindet. Hier gebe es sehr gute Produkte wie das steirische Kürbiskernöl, wo klar geregelt ist, dass der Kern ein österreichischer sein muss und das Anbaugebiet in der Steiermark, im Burgenland oder in Niederösterreich. „Umstritten ist aber der Tiroler Speck. Da ist geregelt, dass der in Tirol produziert werden muss, die Rohstoffe können aber von überall herkommen.“

Das dritte Kennzeichen ist die garantiert traditionelle Spezialität. In dieser Liste werden Lebensmittel erfasst, die in Österreich seit mindestens drei Generationen oder 75 Jahren kultiviert oder verarbeitet werden. Das ist etwa die Heumilch. „Auf diese Produkte können wir stolz sein, und ich würde mir wünschen, dass wir mehr solcher Produkte im Handel sehen, dass auch die Konsumentinnen und Konsumenten verstärkt zu solchen Produkten greifen“, so Vogl. (Schluss) bj/sl/mp

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