Tierschutzgesetz - Stronach/Weigerstorfer: Ich gebe meine Stimme den Tieren!

Abänderungsantrag leider sehr schwammig formuliert – Tiere sind Mitgeschöpfe, die unseren Respekt verdienen

Wien (OTS) - Tierschutz habe unterschiedliche Betrachtungsansätze stellte Team Stronach Tierschutzsprecherin Ulla Weigerstorfer an den Beginn ihres Debattenbeitrags zum Tierschutzgesetz. „Einmal aus Tierhaltersicht bei Nutztieren, auf der anderen Seite aus Sicht der Haustierbesitzer“, so Weigerstorfer. Sie als Tierschutzsprecherin werde ihre Stimme auf jeden Fall den Tieren geben.

Es sei ein großes, emotionales Thema und „es hier allen Recht machen, kann keiner“, erklärte Weigerstorfer. „Auch wenn wir als Menschen den Tieren übergeordnet sind, so müssen wir sie als Mitgeschöpfe respektieren und sie vor unnötigem Leid bewahren“, erinnerte die Team Stronach Mandatarin. „Tiere sind leidensfähige Wesen. Wir nutzen ihre Produkte, wir essen Fleisch, also haben wir auch eine Bringschuld – zumindest müssen wir ihnen ein Leben möglichst frei von Schmerzen und Leid ermöglichen", so Weigerstorfer. Wie immer man das Thema betrachte, es sei ein großer Spagat, das habe der Abänderungsantrag zum Tierschutzgesetz gezeigt. „Der Abänderungsantrag ist an der Oberfläche sehr schön, aber näher betrachtet ist leider alles sehr schwammig formuliert“, kritisierte Weigerstorfer. Erfreulich sei die Übernahme der Team Stronach Initiative zur Aufnahme der Wachtelhaltung in die erste Tierhalteverordnung. „Leider entpuppen sich diverse Verbesserungen aber als zahnlos, wenn man sie genauer liest“, kritisierte Weigerstorfer. So gebe es etwa beim Qualzuchtverbot eine Aufweichung. Auch das grundsätzliche Bekenntnis zur Schmerzausschaltung sei relativiert worden.

Als konkretes Beispiel für die unpräzisen Formulierungen nannte Weigerstorfer z.B. die Katzenkastration; bei zwei Würfen pro Katze und Jahr mit durchschnittlich drei Jungen komme man hochgerechnet auf zehn Jahre auf 80 Mio. Katzen. Freilaufende Katzen, die sich unkontrolliert vermehren, das sei Tierquälerei. „Chippen für Bauernhofkatzen ist keine Lösung des Problems. Das ist kein Verhütungsmittel“, so Weigerstorfer. Aber Streunerkatzen dürfe man kastrieren. „Das ist inakzeptabel“ forderte Weigerstorfer klare Regeln, die allen helfen. Einem windigen Kompromiss könne sie nicht zustimmen. „Als Tierschutzsprecherin fühle ich mich verantwortlich jenen gegenüber, die keine Stimme besitzen: den Tieren“, so Weigerstorfer.

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