ÖGB-NÖ-Landesvorstand weist Einmischungen in Sozialpartnerverhandlungen einstimmig zurück

Kollektivvertraglicher Mindestlohn und Arbeitszeit werden von Sozialpartnern in aller Ruhe verhandelt

Wien (OTS/ÖGB) - Einstimmig hat heute der erweiterte Landesvorstand des ÖGB NÖ eine Resolution verabschiedet, in der festgehalten wird, dass die Verhandlungen über kollektivvertragliche Mindestlöhne sowie über die Wochenarbeitszeit und maximale Tagesarbeitszeit von den Sozialpartner geführt werden, Zurufe von Organisationen die nicht Teil der Sozialpartner sind, werden als entbehrlich angesehen, auch wenn sie aus Niederösterreich stammen.

Grund für diese über alle Fraktionsgrenzen beschlossene Resolution waren Äußerungen von namhaften niederösterreichischen Politkern, die sie in Rahmen von Interviews in den Raum gestellt hatten, in denen sie sich für einen 13-Stundentag aussprechen und auch die Wochenendruhe infrage stellen. AK-Niederösterreich-Präsident, ÖGB-NÖ-Vorsitzender Markus Wieser erklärt dazu: „Als ÖGB NÖ sind wir uns absolut einig, das zeigt auch der einstimmige Beschluss der Resolution heute. Als Teil der Sozialpartner reagieren wir nicht auf Zurufe von Außenstehenden, wir richten uns auch nichts über die Medien aus, sondern verhandeln, wie man das in Österreich gewohnt ist, intern auf Augenhöhe.“

Der ÖGB NÖ hält jedoch fest, dass es schon jetzt genügend kollektivvertragliche Regelungen für flexible Arbeitszeitmodelle gibt, diese werden auch von der Wirtschaft genutzt. Nur so kann man auch die Exporterfolge der österreichischen Wirtschaft erklären, ein jeder der ein wenig Ahnung von dieser Materie hat, wird das bestätigen können. „Wichtig ist mir bei den Bemühungen um eine faire neue Lösung, dass wir die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auge behalten. Wenn arbeiten über der Normalarbeitszeit von acht Stunden am Tag zur Regel wird, dann schadet das nachweislich der Gesundheit. Ich will bei dieser Gelegenheit an einen meiner Leitsätze erinnern – Menschen sind keine Maschinen!“, schließt Wieser.

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