Glawischnig zu Vavrik: Erwarte mir Machtwort von Mitterlehner und Kurz, um Wechsel zu verhindern

Grüne: Menschenverachtende Grundeinstellungen dürfen keinen Platz in ÖVP haben

Wien (OTS) - „Die Machtspiele von ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka sind in der österreichischen Innenpolitik seit langem ein leidlich bekanntes Thema. Der von ihm angeheuerte ehemalige Team Stronach-Abgeordnete Marcus Franz musste den ÖVP-Klub bald wieder verlassen, nachdem er die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Kinderlosigkeit angegriffen hatte. Für den NEOS-Abgeordneten Christoph Vavrik ist nun Platz, obwohl Homosexualität für ihn offenbar etwas Abartiges ist. Das zeigt einmal mehr, wie rückwärtsgewandt die gesellschaftspolitischen Einstellungen der ÖVP nach wie vor sind“, kritisiert die Grüne Bundessprecherin und Klubobfrau, Eva Glawischnig.

„Bei Lopatka wundert mich nichts mehr. Niemand wird aber glauben, dass er diese Entscheidung im Vorfeld einer Nationalratswahl im Alleingang treffen kann. Christoph Vavrik hat ein einziges Mal für politisches Aufsehen gesorgt, indem er einen Frontalangriff auf Homosexuelle geritten hat. Für jemanden mit einer solchen menschenverachtenden Grundeinstellung darf kein Platz im Parlamentsklub einer Regierungspartei sein. Ich erwarte mir ein Machtwort der ÖVP-Spitze um Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Außenminister Sebastian Kurz, um diesen Wechsel noch zu verhindern“, sagt Glawischnig.

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