Huainigg: Schulbesuch statt Kinderarbeit

ÖVP-Mitglieder im Unterausschuss für Entwicklungszusammenarbeit zur FAIRTRADE-Informationsausstellung im Parlament

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Weltweit arbeiten rund 168 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 17 Jahren. Armut ist eine der Hauptursachen für Kinderarbeit“, erklärt der ÖVP-Sprecher für Internationale Zusammenarbeit Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg. Im Mittelpunkt der diesjährigen FAIRTRADE-Ausstellung im Parlament steht das Nachhaltige Entwicklungsziel 4 (Sustainable Development Goal 4/SDG 4): "Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern". Huainigg zeigt sich erfreut, dass mit der Informationsausstellung von FAIRTRADE bei den Abgeordneten und Mitarbeiter/innen des Parlaments das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gestärkt wird. „FAIRTRADE-Initiativen leisten in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Beitrag, denn der Faire Handel eröffnet Bildungschancen im Süden und unterstützt die Globale Bildung im Norden“ so Huainigg.

Wie jedes Jahr bei der FAIRTRADE-Ausstellung im Parlament haben sich ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka und die ÖVP-Mitglieder des Unterausschusses für Entwicklungszusammenarbeit über fair gehandelte Produkte informiert und konnten einen schnellen FAIRTRADE-Frühstückskaffee genießen. Die Abgeordneten betonten dabei den Zusammenhang zwischen Bildung und Entwicklung:

Abg. Claudia Durchschlag: „Die UN-Nachhaltigkeitsziele, auch Weltziele genannt, die im September 2015 in New York beschlossen wurden, thematisieren im Ziel 4 Inklusive Bildung als Basis für ein gelingendes Leben weltweit. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei Mädchen und Menschen mit Behinderung. Daher ist es ein besonders wichtiges Ziel in der Entwicklungszusammenarbeit, möglichst allen Kindern Zugang zu Bildungseinrichtungen zu ermöglichen.‚Arbeit statt Schule‘ raubt den Kindern ihre Lebensperspektiven. Insofern muss danach getrachtet werden, dass Kinder nicht von klein an ganz selbstverständlich für das Familieneinkommen mitverantwortlich gemacht werden. FAIRTRADE arbeitet mitunter genau daran. Wir hier in Europa können das mit unseren Kauf- und Firmenentscheidungen nachhaltig beeinflussen.“

Abg. Mag. Andreas Hanger: „Laut Weltbank leben noch immer rund 700 Millionen Menschen weltweit in extremer Armut, und Armut ist eine der Hauptursachen für Kinderarbeit. Der großen Mehrheit dieser Kinder ist ein Schulbesuch und damit grundlegende Schulbildung verwehrt. Viele Österreicher und Österreicherinnen wollen helfen und fragen sich, was man denn tun kann. Ein erster kleiner Schritt ist das bewusste Einkaufen. Wir müssen darauf achten, welche Produkte wir konsumieren, wo diese herkommen und wie sie produziert wurden.“

Abg. Dipl.-Kffr. (FH) Elisabeth Pfurtscheller: „Bildung ist ein Menschenrecht und die Grundvoraussetzung für soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Durch den Kauf von fair gehandelten Produkten stellt man die Einhaltung von sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien sicher und setzt sich gleichzeitig für die Bildung von Kindern in Entwicklungsländern ein. Die FAIRTRADE-Prämie wird von vielen Produzentenorganisationen für den Bau von Schulen, den Kauf von Lehrmaterial und die Vergabe von Schulstipendien ausgegeben. So wird vielen Kindern ein Schulbesuch ermöglicht und die Unterrichtsqualität erhöht.“

Abg. Dipl.Ing. Georg Strasser: „Der Einsatz für die faire Bezahlung aller Kleinbauernfamilien sowie Landarbeitern in der südlichen Hemisphäre stellt für mich einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung und nachhaltigen Entwicklung dieser Länder dar. Faire Handelsstrukturen zu fördern ist entscheidend für den Schutz der Kinder und zur Reduzierung von Armut. Die Verbesserung der Situation vor Ort ist eine nachhaltige Maßnahme gegen den Flüchtlingsstrom nach Österreich.“
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