Verpasste Chance im Gemeindebund

Wahl einer Frau wäre wichtiges Signal gewesen!

Wien (OTS) - Als verpasste Chance sieht Soroptimist Austria Präsidentin Mag.a Renate Magerle die Wahl des neuen Gemeindebunds-Präsidenten. Nach einer langen Ära mit einem Mann an der Spitze, wäre die Ernennung einer Frau zur neuen Präsidentin ein wichtiges Signal gewesen, sagt Magerle. „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass keine der sieben Frauen des Bundesvorstands die Agenden von Helmut Mödlhammer übernehmen hätte können und appelliere daher an die Gemeindeverbände der Bundesländer, alles daran zu setzen, den Frauenanteil in Hinblick auf künftige Wahlen zu erhöhen.“ Das derzeitige Verhältnis Männer Frauen (64:7) spiegle im Übrigen den desaströsen Wert des Frauenanteils unter Österreichs Bürgermeisterinnen wieder. Dieser liege aktuell bei 7,5 Prozent und ist marginal niedriger als jener im Vorstand.

Auch hier sieht Magerle, die durch ihr soziales Engagement in den Kommunen enge Kontakte zu Bürgermeistern (und vereinzelt Bürgermeisterinnen) pflegt, dringenden Handlungsbedarf.

Das oft vorgebrachte Argument, der Anteil an Frauen im Bürgermeisteramt hätte sich in den letzten 18 Jahren mehr als verdreifacht, sieht sie angesichts der Tatsache, dass die erste Bürgermeisterin Österreichs bereits im Jahr 1948 angelobt wurde, mit gemischten Gefühlen. „In einigen Bundesländern wie etwa in Salzburg gäbe es besonders viel Aufholbedarf.“ Ein Frauenanteil von nur 3,4 Prozent sei beschämend.

Den Zugang von Frauen zu Spitzenpositionen auf Gemeindeebene zu fördern sieht Magerle als eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Gemeindebund-Präsidenten.

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Mag.a Renate Magerle
Präsidentin Soroptimist International Austria
Tel: +43 664 1319004
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