Einigung bei CT und MR bringt kürzere Wartezeiten

WKÖ-Hadschieff: Ein großer Tag für die Patienten - Wegweisendes Modell sichert raschen Zugang zu Untersuchungen

Wien (OTS) -

Nach intensiven Verhandlungen haben sich gestern, Dienstag, 28. März 2017, der Fachverband der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger auf eine Lösung für die Wartezeiten bei Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MR) geeinigt. „Das ist ein großer Tag für die österreichischen Patientinnen und Patienten, wir werden damit schon bald flächendeckend in ganz Österreich Europaspitze bei den Wartezeiten sein“, sagt der Obmann des Fachverbands der Gesundheitsbetriebe, Julian Hadschieff.

 

Durch die jetzt erzielte Einigung wird ab 2018 jeder Patientin und jedem Patienten ein MR-Untersuchungstermin innerhalb von 20 Arbeitstagen und ein CT-Termin innerhalb von 10 Arbeitstagen angeboten. Die bestehende Obergrenze der Ausgaben für CT- und MR- Untersuchungen (also die sogenannten „Deckelungen“) wird aufgehoben. Die CT/MR-Institute haben sich bereit erklärt, zusätzliche Kapazitäten durch Überstunden bereitzustellen, sodass die derzeit noch bestehenden langen Wartezeiten bis Ende 2017 auf ein medizinisch vertretbares Niveau abgebaut werden können. Trotzdem wird es in den nächsten Monaten, bedingt durch den Rückstau, vorläufig noch zu etwas längeren Wartezeiten kommen können.

 

Hadschieff: „Wir sichern damit allen Patientinnen und Patienten einen raschen Zugang zu modernen Diagnosemethoden, die aus der medizinischen Diagnostik nicht mehr wegzudenken sind und in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben.“

 

Neben der Aufhebung der Deckelung, die sehr kurze garantierte Maximal-Wartezeiten möglich macht, bringt die Einigung weitere Vorteile für die Patientinnen und Patienten:

 

  1. Medizinisch dringliche Fälle werden noch schneller untersucht, je nach akuter Dringlichkeit jedenfalls innerhalb von fünf Arbeitstagen. Ob ein Fall medizinisch dringlich ist, soll direkt zwischen dem zuweisenden Arzt und dem Radiologie-Facharzt geklärt werden.
  2. Durch dieses Maßnahmenbündel wird auch das Problem wegfallen, dass sich viele Patienten veranlasst sahen, privat für MR-Untersuchungen zu zahlen, wenn sie die langen Wartezeiten nicht hinnehmen wollten. Als Sofortmaßnahme, die auch klar dokumentiert, dass es zu keiner Ungleichbehandlung von Patienten kommen soll, haben Schnittbildinstitute und Krankenkassen vereinbart, dass die Privatzahlung nicht dazu führen darf, einen schnelleren Termin als ein Kassenpatient zu bekommen.
  3. Die Mehrkosten für die zusätzlichen Untersuchungen, die in den nächsten Monaten anfallen werden, werden von Krankenkassen und CT/MR-Instituten gemeinsam geschultert. Die Institute unterstützen die Finanzierung der Mehrkosten durch einen Rabatt auf die gültigen Untersuchungstarife für die Jahre 2017 und 2018. Im Gesamteffekt übernehmen sie damit annähernd ein Drittel des zu erwartenden Mehraufwands. „Die CT/MR-Institute übernehmen damit für die Jahre 2017 und 2018 eine beachtliche wirtschaftliche Last, da ja unsere laufenden Kosten unverändert bleiben“, betont der Vorsitzende der Berufsgruppe für Bildgebende Diagnostik Doz. Dr. Manfred Baldt, „wir sind aber zu diesem Schritt bereit, weil wir eine gute Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten sicherstellen wollen.“
    Der bestehende Gesamtvertrag aus dem Jahr 2013 gilt noch bis Jahresende 2018, danach wird ein neuer Vertrag ausverhandelt werden.
  4. Eine wichtige Einigung im Sinne der Patientinnen und Patienten betrifft die Transparenz. Die - CT/MR-Institute werden ab dem 1. Juli 2017 ihre Wartezeiten laufend aktualisiert auf deren Homepages veröffentlichen. Das ist eine wertvolle Orientierungshilfe für diejenigen, die eine CT- oder MR-Untersuchung in Anspruch nehmen müssen.

 

„Die CT/MR-Institute haben mit dieser Vereinbarung gemeinsam mit der Sozialversicherung einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems geleistet“, resümiert Baldt. (PWK268/ES)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Gerstberger
Fachverband Gesundheitsbetriebe
Wirtschaftskammer Österreich
Telefon: +43 5 90 900 3471
Fax: +43 5 90 900 3526
Email: bernhard.gerstberger@wko.at

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