Gas ist Rückgrat von Österreichs Versorgungssicherheit

Sicher. Umweltfreundlich. Leistbar.

Wien (OTS) - Der kalte Winter 2016/2017 hat gezeigt: Ohne Gas geht es nicht. Denn erneuerbare Energieträger wie Wasser, Wind, Sonne oder Biomasse alleine reichen nicht aus, um die sichere Stromversorgung in Österreich zu gewährleisten und Haushalte sowie Wirtschaft mit leistbarer Wärme und Energie zu versorgen.

„Der Winter 2016/2017 mit dem kältesten Jänner seit 30 Jahren hat deutlich gezeigt, dass eine nachhaltige, leistbare und sichere Energiewende Gas als starken Partner braucht“, sagt DI Peter Weinelt, designierter Obmann des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen und Vorstandsdirektor der Wiener Stadtwerke Holding AG. An einigen Tagen war ein Anteil von mehr als 40 Prozent Gas an der Stromerzeugung notwendig, um die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. „Das zeigt: wir können auf die Gaskapazitäten nicht verzichten, wenn wir die heimische Stromversorgung sicherstellen wollen“, so Weinelt.

Gas und Fernwärme sichern Versorgung

Dass die Erdgas- und Fernwärme-Anlagen im Jänner und Februar auf Höchstlast liefen, illustriert ein Beispiel der Wiener Netze: von 1. bis 25. Jänner 2017 lag der Verbrauch um rund 25 Prozent höher als der durchschnittliche Gesamtverbrauch im Vergleichszeitraum/-monat der vergangenen Jahre (141.366.105 Normkubikmeter im Jänner 2017 zu durchschnittlich 116.146.645 Normkubikmeter in den Jahren davor).  

Gasspeicher sorgen für Stabilität

Gas kann im Unterschied zu anderen Energieträgern in großen Mengen gespeichert werden und ist damit jederzeit flexibel einsetzbar, wenn Erneuerbare ausfallen. In den österreichischen Gasspeichern lagern vor Winterbeginn mehr als acht Milliarden Kubikmeter Gas. Das würde mehr als ausreichen, um den jährlichen Gasverbrauch in Österreich abzudecken.

Damit sorgt die Gaswirtschaft für Stabilität bei der Versorgung von Unternehmen und Haushalten. 

Günstig heizen mit Gas und Fernwärme

Eine aktuelle Analyse der gesamten Energie- sowie Investitionskosten, durchgeführt von der Österreichischen Energieagentur, belegt: Mit Erdgas-Brennwertgeräten und Fernwärme heizen Kunden am kostengünstigsten und schonen die Umwelt - und zwar sowohl in thermisch sanierten und unsanierten Gebäuden als auch in Neubauten. 

Mehr als eine Million Haushalte werden mit Gas beheizt und etwa jeder vierte Haushalt mit Nah- oder Fernwärme. Ihre Heizungen emittieren kaum Feinstaub, denn beim Verbrennen von Erdgas fällt praktisch kein Feinstaub oder Ruß an, während beim Verbrennen von Kohle oder Holzprodukten große Feinstaubmengen an die Umwelt abgegeben werden. Fernwärmenetze nehmen vor allem im urbanen Bereich eine bedeutende Rolle in einer CO2-armen Wärmeversorgung ein, da Fernwärme bereits heute zu 48 Prozent erneuerbar ist.

Dekarbonisierung mit erneuerbaren Gasen

„Gas kann auch grün: mit Biomethan und synthetischem Gas bieten wir Lösungen, die einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten können“, sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen. Gemäß einer aktuellen Studie des Energieinstituts der Johannes Kepler Universität Linz könnte der Wärmebedarf für Gashaushalte und Fernwärmekunden bis 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbarem Gas, also Biogas und synthetischem Gas, gedeckt werden.  

Mittels Elektrolyse kann aus überschüssigem (und nicht speicherbarem) Ökostrom Wasserstoff oder synthetisches Erdgas hergestellt und als erneuerbares Gas ins Gasnetz eingespeist und gespeichert werden. Damit gehen diese Potenziale nicht verloren.

Aus diesem Grund fordert der Fachverband Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen eine Gleichbehandlung von erneuerbarem Gas mit anderen Erneuerbaren etwa bei der Besteuerung (Befreiung von der Erdgasabgabe), der Wohnbauförderung und in den Bauordnungen sowie auch Investitionsanreize. Besonders wichtig sind zudem langfristig sichere und planbare Rahmenbedingungen für das Betreiben von Infrastrukturen, damit Gas auch in Zukunft die energiewirtschaftlichen Eckpfeiler Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Nachhaltigkeit im Gleichgewicht halten kann.

Weitere Grafiken sowie die Präsentation zur Pressekonferenz finden Sie unter: http://pressecenter.foggensteiner.at/News_Detail.aspx?id=46555&menueid=339

Über Erdgas

Erdgas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Erdgas verbrennt ohne Feinstaub und Partikel und ist damit der emissionsärmste fossile Energieträger. Er eignet sich hervorragend als Ersatz für Benzin oder Diesel, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

Über Fernwärme

Fernwärme wird im Sommer ebenso wie im Winter zur Wärmeversorgung und Warmwasseraufbereitung erzeugt und gleichzeitig zur Herstellung der umweltfreundlichen Fernkälte eingesetzt. Dieselben Energiequellen, die für die Erzeugung von Fernwärme benutzt werden, kann man auch als Antriebsenergie für Kältemaschinen verwenden. Sogenannte „Absorptionskältemaschinen“ verwenden Abwärme aus Industrie, KWK-Anlagen oder Abfallverbrennung, die das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Wie bei der Fernwärme, werden die Objekte zentral versorgt (oder auch dezentral, dann wir eine Kältezentrale beim Verbraucher errichtet). Isolierte Rohre transportieren das auf 6°C gekühlte Wasser zum Kunden, mit etwa 16°C fließt es zur neuerlichen Abkühlung wieder zurück.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW)
Mag. Michael Mock
Geschäftsführer
mock@gaswaerme.at
Tel.: +43/1/513 15 88-13
www.gaswaerme.at

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