Kärnten - KWF-Förderbilanz 2016: Starker Anstieg beim Investitions- und Fördervolumen, insbesondere im Tourismus

638 Förderfälle wurden genehmigt, das Fördervolumen betrug 27,3 Mio. EUR, das damit verbundene Investitionsvolumen 218,4 Mio. EUR. 809 neue und 14.728 gesicherte Arbeitsplätze.

Klagenfurt (OTS) - Die Gesamtaktivitäten des KWF umfassten 638 Förderfälle mit einem Fördervolumen von 27,3 Mio. EUR. Das damit verbundenen Investitionsvolumen (Projektkosten) belief sich auf 218,4 Mio. EUR mit dem Plan, 809 neue Arbeitsplätze zu schaffen und zudem 14.728 bestehende zu sichern.

Die Betrachtung nach Sektoren zeigt, dass wie bereits in den Vorjahren auch im Jahr 2016 bezogen auf die Förderfälle das Gewerbe am stärksten vertreten war (55,0 % aller Förderfälle). Die Industriebetriebe (44 Förderfälle) lösten das größte Fördervolumen aus. Eine gewaltige Zunahme gab es bei den Tourismusförderungen. Bei annähernd gleicher Förderanzahl (2015: 132 Fälle | 2016: 144) konnten Investitions- und Fördervolumen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht werden. 

Unternehmensgrößen: Entsprechend der Kärntner Wirtschaftsstruktur richtet sich das Förderangebot des KWF primär an KMU. Mit 15,5 Mio. EUR entfielen 56,9 % der Gesamtfördersumme auf KMU. Bei den Klein- und Mittelunternehmen stieg die Anzahl der Fälle um 15,3 % und das Fördervolumen wurde mehr als verdoppelt. Die Großunternehmen wurden in 33 Fällen mit insgesamt knapp 6,0 Mio. EUR gefördert. Der Schwerpunkt liegt bei diesen im Bereich F&E.

Über die Bundesförderstellen FFG, KPC, aws und ÖHT konnten bei 883 Projekten (+ 215 Projekte gegenüber dem Vorjahr) zusätzlich 23,4 Mio. EUR (+ 8,8 % gegenüber 2015) an Fördermitteln für Projekte von Kärntner Unternehmen akquiriert werden. Eine außergewöhnliche Zunahme gab es bei den über die ÖHT abgewickelten Tourismusförderungen. Die Projektanzahl stieg von 34 (2015) auf 182 (2016), die Zuschüsse, Darlehen und Kredite erhöhten sich von 8,3 Mio. EUR auf 41,6 Mio. EUR und die damit verknüpften Förderbarwerte von 0,3 Mio. EUR auf  3,1 Mio. EUR. Kärnten rangiert in der ÖHT-Förderstatistik mittlerweile auf Rang 3, hinter den "Tourismus-Kaisern" Tirol und Salzburg.

Die Zusammenarbeit mit den Bundesförderstellen wurde intensiviert, wodurch es zu einer weiteren Vereinfachung für die antragstellenden Unternehmen kam. Die Bundesfinanzierungen (Haftungen, Kredite) kombiniert mit den Kofinanzierungen des KWF ermöglichten Investitionen, Internationalisierung und Beschäftigungswachstum für ein noch größeres Kundenportfolio. 

Ausblick: Der Know-how-Transfer zu den Unternehmen schafft den Mehrwert über die monetäre Tangente hinaus. Die Projektfinanzierung und damit einhergehend die Finanzstruktur des Unternehmens rücken weiter in den Mittelpunkt der Förderungen. Die Erfahrungen zeigen, dass der strategische Schwenk zu Finanzierungen der richtige Schritt war, um auf den schwierigen Zugang für KMU zum Kapitalmarkt zu reagieren. Das KWF-Programm »Beteiligungsfinanzierung« soll Unternehmen bei der Finanzierung erfolgversprechender und risikobehafteter Investitionsprojekte unterstützen. Zudem soll mit dem Start des durch den KWF gemanagten BABEG Venture Fonds II KMU mit skalierbaren Geschäftsmodellen Zugang zu Risikokapital ermöglicht werden.

Die Gültigkeit der Programme bis 2020 ermöglicht es uns auch im Jahr 2017, direkt auf die Unternehmen zuzugehen und Projekte mit ihnen gemeinsam zu strukturieren. Der KWF setzt weiterhin auf Wachstum und Beschäftigung. Der Technologiestandort Kärnten braucht zudem im Wettbewerb mit anderen Regionen intensive Unterstützung. Er ist sehr stark von der F&E-Tätigkeit des Unternehmenssektors abhängig.

Neben den Förderprogrammen werden Ausschreibungen (Calls) als Anreizsystem für konkrete Themen immer stärker eingesetzt. Etabliert sind inzwischen der Innovationsassistent und der TD|IKT Call sowie die Umsetzung innovativer Gründungsvorhaben.

Neu hinzugekommen sind Ausschreibungen zu den Themen "Industrie 4.0" und "Smart Specialisation". Internationalisierungsfähige Unternehmen werden durch das neu konzipierte Programm "Internationalisierungsassistent" gefördert. Im Bereich der Wirtschaftsentwicklung hat mit dem Silicon-Alps Cluster Kärnten-Steiermark mit dem Schwerpunkt auf Mikroelektronik eine der bedeutendsten strategischen und technologischen Schwerpunktsetzungen des KWF ihren Ausgang genommen und sollte 2017 erste gemeinsame Projekte hervorbringen. Ein gemeinsamer Call des KWF mit der SFG (Steirische Förderungsgesellschaft) soll diese erste bundesländerübergreifende Institution sichtbar machen.

Das Jahr 2017 verspricht insgesamt gute Voraussetzungen für anspruchsvolle Projekte im Forschungsbereich und bei den Investitionen. Investitionen können sowohl im Tourismus als auch in den industriell-gewerblichen Sektoren gefördert werden, weil nun auch die rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, verstärkt EU EFRE-Mittel für die Projektfinanzierung einzusetzen. Die INTERREG-Programme im Alpe-Adria-Raum mit Italien und Slowenien bilden unterschiedliche  Programmschwerpunkte (z.B. Smart-Lab für Schülerinnen, Schüler und Studierende, Aufbau eines Entrepreneurial Ecosystems, Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschule sowie Unternehmen).

Mit der neuen KWF-Homepage (online voraussichtlich im Juni 2017) sollen auch die Informationszugänge für die Kunden  optimiert werden. Die FTI-Strategie soll den aktuellen, sehr positiven Entwicklungen angepasst werden und auf die sich abzeichnenden Chancen fokussieren. Das KWF-Magazin "Sichtweisen und Porträts" wird im Jahr 2017 zu den Themen Internationalisierung und Digitalisierung erscheinen.

Weitere Informationen: www.kwf.at/2016

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