Sport kann "Stress" für den Fuß bedeuten

Sport im Frühling: Bewegungsapparat ist nach Winter-Pause hohe Belastungen nicht mehr gewohnt / Neue Behandlungsart bei Bänderrissen im Fuß

Wien (OTS) - Wenn viele Österreicher jetzt nach den Wintermonaten wieder vermehrt auf sportliche Betätigung im Freien setzen, besteht leider eine höhere Verletzungsgefahr am Bewegungsapparat. Denn Muskel, Bänder, Sehnen und Gelenke sind die starken Belastungen nicht mehr gewohnt.

Riskant sind die plötzlichen Kraft-Einwirkungen etwa für die Füße. Besonders „Stop&Go-Sportarten“ wie Tennis und Fußball verlangen den Füßen viel ab, weiß Privatdozent Dr. Reinhard Schuh, Fußspezialist am Orthopädischen Spital Speising in Wien zu berichten.

„Durch die abrupten Bewegungen und Richtungsänderungen beim Fußball oder Tennis können Zerrungen und sogar Risse an Bändern entstehen“, erklärt der Experte. „Am sensibelsten ist dabei das so genannte vordere Talofibularband, dessen Aufgabe es ist, das Sprunggelenk stabil zu halten.

Wenn das Band reißt, ist der erste Therapieansatz ein konservativer: Hochlagern, ruhigstellen oder kühlen sind hier etwa sinnvoll. „Führt dies aber zu keiner Verbesserung der Schmerzen und der Instabilität – wird also das Problem chronisch –, so ist eine Operation erforderlich“, unterstreicht Dozent Schuh.

Neue Methode: Band nähen und verstärken

Ein neuer Ansatz einer solchen Operation wird nun im Orthopädischen Spital Speising in Wien verfolgt: Dabei wird das gerissene Talofibularband genäht und zusätzlich durch ein bioverträgliches Implantat verstärkt.

„Unsere Forschungen haben ergeben, dass dadurch das vordere Talofibularband signifikant besser hält“, so Reinhard Schuh. Zusätzlich kann der Betroffene viel rascher wieder mobilisiert werden: Er kann um viele Wochen früher mit dem Lieblingssport beginnen, als es bislang mit der herkömmlichen OP-Methode der Fall war“, sagt der Experte,

Das Orthopädische Spital Speising weist generell eine hohe Expertise im Bereich der arthroskopischen („Schlüsselloch“-) Operationsverfahren am Fuß auf. Solche Eingriffe werden in der Regel tagesklinisch durchgeführt – dabei können die Patienten meist am Tag der Operation schon wieder nach Hause gehen.

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