Landesrat Androsch lud NGOs zu Gesprächsrunde zum Thema Flüchtlingsbetreuung

NGOs sind starker Partner in der Flüchtlingshilfe

St. Pölten (OTS) - Aufgrund der zuletzt konstant rückläufigen Flüchtlingszahlen lud Landesrat Ing. Maurice Androsch in seiner Funktion als zuständiges Mitglied der NÖ Landesregierung für das Asylwesen gestern, Dienstag, die Vertreter der in der Flüchtlingsbetreuung engagierten NGOs zu einer Gesprächsrunde ins NÖ Landhaus in St. Pölten. Thematisiert wurde mit den VertreterInnen der Diakonie, der Caritas, des ASBÖ, des Roten Kreuzes und der Volkshilfe wurde vor allem die Neuausrichtung in der Flüchtlingsarbeit, die unter dem Motto ‚Integration von Anfang an‘ Menschen so rasch als möglich dabei unterstützen möchte, die Sprache zu erlernen und sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Zudem stand die zukünftige Quartier-Strategie Niederösterreichs im Mittelpunkt der Gesprächsrunde. Derzeit befinden sich 12.134 Personen in der NÖ-Grundversorgung – davon 918 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. 72 % der Gemeinden beteiligen sich intensiv an der Unterbringung und Integration.

„In der Phase der Konsolidierung und Neuausrichtung ist es wichtig, Vergangenes zu reflektieren und über die kommenden Herausforderungen nachzudenken. Neben der Anpassung der Unterkunftsstruktur wegen rückläufiger Flüchtlingszahlen ist auch die rasche Selbsterhaltung der Asylberechtigten, subsidiär Schutzberechtigten und Asylwerber mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit ein Punkt, den wir gemeinsam vorantreiben müssen. Eine wichtige Hilfe wird dabei das verpflichtende Integrationsjahr sein, das zum ersten Mal ein flächendeckendes, durchgängiges und strukturiertes Integrationsprogramm möglich machen wird“, so Androsch.

Das von der Bundesregierung beschlossene Integrationsjahr beinhaltet unter anderem ein Kompetenzclearing, Abklärung und Unterstützung bei der Anerkennung von Qualifikationen, Deutschkurse, Werte- und Orientierungskurse, Berufsorientierungs- und Bewerbungstraining und Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen.

Kein Verständnis zeigt Androsch hinsichtlich der aktuell geäußerten Kritik gegenüber den NGOs: „In den letzten 24 Monaten waren die NGOs in der Flüchtlingshilfe ein wichtiger und verlässlicher Partner des Landes Niederösterreich. Sie halfen dort, wo andere nicht mehr helfen konnten oder wollten. Kein anderes Bundesland hat in dieser Zeit so viele Grundversorgungsquartiere schaffen können wie Niederösterreich. Ohne das starke Engagement der Hilfsorganisationen sowie der vielen ehrenamtlichen Helfer wäre diese Leistung schwer möglich gewesen und die Flüchtlinge wären auf der Straße gelandet.“

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