Krebshilfe und OeGHO fordern Anhebung des Schutzalters für Jugendliche auch bei Shishas & Co

Zur LandesjugendreferentInnen-Konferenz: Jugendliche auch vor alternativen Nikotineinstieg bewahren

Wien (OTS) - Um der Arbeit für einen besseren Nichtraucherschutz in Österreich eine Plattform zu verleihen, bündeln die Österreichische Krebshilfe und die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO) künftig ihre Kräfte. Erstes konkretes, gemeinsames Anliegen ist es, die Anhebung des Schutzalters von 16 auf 18 Jahre durchzusetzen. „Die LandesjugendreferentInnen-Konferenz Ende März ist die Gelegenheit, die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen für eine österreichweite einheitliche Regelung auf Schiene zu bringen“, meint Krebshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, „und wir hoffen, dass sich die Verantwortlichen einigen und dem Vorstoß von Familienministerin Sophie Karmasin folgen.“ 

„Handlungsbedarf haben wir in dem Punkt jedenfalls“, unterstreicht auch OeGHO-Präsident Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg. „Auch wenn ein rückläufiger Trend beim herkömmlichen Zigarettenkonsum bei den 12 – 18 jährigen Jugendlichen in Österreich zu beobachten ist, gilt es doch gerade den Einstieg in jugendliche Raucherkarrieren zu verhindern.“ Vor allem Wasserpfeifen (konventionelle Shishas) und E-Zigaretten (Shisha-to-go) sind für Jugendliche in letzter Zeit als Alternative zum Nikotineinstieg immer attraktiver geworden: Eine Umfrage der Österreichischen Krebshilfe Oberösterreich im Jahr 2014 zeigt, dass nicht nur fast alle 12 – 18-jährigen diese Tabakprodukte kennen, sondern sie auch im Schnitt einmal pro Woche bis wenige Male pro Monat rauchen. Die meisten Teens sind sich der Schädlichkeit der Wasserpfeife jedoch nicht voll bewusst. Sehr viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen (Apfel, Zimt, Erdbeere etc.) überdecken den herben Tabakgeschmack und reizenden Rauch. Ihr Konsum ist vor allem bei den Jugendlichen ein soziales Ritual. 

„Unsere Erhebungen zeigen ganz deutlich den Handlungsbedarf. Es muss daher auch das Alter für den Erwerb und Konsum von Tabakersatz oder –zusätzen, die dem Rauchen von Wasserpfeifen oder elektrischen Zigaretten dienen, angehoben werden,“ fordert Krebshilfe Präsident Sevelda. 

Krebshilfe und OeGHO bündeln ihre Kräfte: Initiative DON‘T SMOKE besteht weiter

Als Plattform für alle zukünftigen Nichtraucherschutz-Aktionen wird die Initiative DON’T SMOKE wieder aktiviert. „Wir haben mit der von der OeGHO ins Leben gerufenen Initiative DON’T SMOKE vor rund zwei Jahren die Novellierung des Tabakgesetzes angestoßen und gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Unterstützern viel erreicht“, sagt Samonigg. „Immerhin tritt mit Mai 2018 ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie in Kraft. Doch damit sind leider noch lange nicht alle Ziele erreicht worden. In punkto Jugendschutz besteht etwa ein enormes Manko. Auf Dauer können wir als medizinische Fachgesellschaft nicht den nötigen Druck aufrechterhalten, um weitere Veränderungen zu bewirken“, so Samonigg. „Daher legen wir die Initiative DON’T SMOKE, die rund 40.000 UnterstützerInnen gewonnen hat, in die Hände der Österreichischen Krebshilfe. Sie war Mitstreiter der ersten Stunde und wird die Initiative in unserem Sinne weiterführen.“ 

„Die Initiative DON’T SMOKE hat einen wichtigen Stein ins Rollen gebracht und es erstmals geschafft, das Thema Nichtrauchen auf eine breite, gesellschaftspolitische Ebene zu setzen“, erklärt Sevelda. „Die Österreichische Krebshilfe sieht es als Aufgabe, diese Arbeit weiter zu betreiben. Wir bedanken uns bei der OeGHO, allen voran Hellmut Samonigg, für diese Leistung.“ Die Krebshilfe wird auf der Plattform DON’T SMOKE in Zukunft einerseits ihre Aktivitäten zum Thema Nichtrauchen bündeln, andererseits die breite Interessensgemeinschaft dahinter für ihre aktive politische Arbeit zum Nichtraucherschutz in Österreich einsetzen.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Krebshilfe
Mag. Martina Löwe, Tel: +43 (1) 7966450, E-Mail: loewe@krebshilfe.net

Österreichische Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie
Walter Voitl-Bliem, MBA (Geschäftsführer), Telefon und Fax: +43 (1) 4789404, Mobil: +43 (664) 4053646,
E-Mail: walter.voitl-bliem@oegho.at

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