Grüne Studierende: Wir sind offen für alle Grüne!

Grüne Studierende verzichten auf Doppelkandidaturen bei der ÖH-Wahl, um Junge Grüne aus Geiselhaft zu befreien

Wien (OTS) - Nach dem Bundeskongress der Grünen Studierenden am Sonntag, 26. März, und den Beschlüssen der Hochschulgruppen in der Steiermark, Oberösterreich und Wien steht fest, dass die Grünen Studierenden auf neue Kandidaturen auf Bundesebene und an jenen Hochschulen verzichten, wo die GRAS bisher angetreten ist. Als Grund nennen sie den immensen Druck und die Klagsdrohungen gegenüber den Jungen Grünen und den Grünen Studierenden. “In Graz und Linz, wo wir seit Jahren tief verwurzelt sind, werden wir auch weiterhin kandidieren”, so Johannes Steiner, Sprecher der Grünen Studierenden. An der Uni Graz stellen die Grünen Studierenden die größte ÖH-Fraktion dar und sind die österreichweit einzige Grüne Hochschulgruppe, die zuletzt drei ÖH-Wahlen in Folge gewonnen hat. Auch die bestehenden Gruppen an der Kunst Uni Graz, Med Uni Graz und JKU Linz werden wieder kandidieren. Außerdem werden die Grünen Studierenden an weiteren Hochschulstandorten antreten, wo die GRAS nicht kandidiert. 

“Prinzipiell sind auch GRAS-Mitglieder herzlich in Grüne Studierende-Gruppen willkommen. Wir hoffen, es wird auch umgekehrt irgendwann der Fall sein. Wir erwarten uns, dass die GRAS nicht mit Fake-Listen die beiden bestehenden, sehr erfolgreichen Gruppen in Graz und Linz gefährden und einer starken Studierendenvertretung schaden wird”, so Steiner: “Wir hoffen auch, dass unser Entgegenkommen als Kompromiss und Geste des Guten Willens wahrgenommen wird.” 

Die Grünen Studierenden wollen weiterhin eine Studierenden-Organisation sein, in denen alle mitmachen können, die die Grünen Grundsätze teilen. Demokratische Mindeststandards wie geheime Wahlen von Listenplätzen sind unabkömmlich. Das absolute Konsensprinzip, mit dem selbst Mehrheiten von 90% nichts bewegen und winzige Gruppen alles blockieren können, halten die Grünen Studierenden für undemokratisch. “Wir brauchen eine starke Grüne Studierendenorganisation und nicht eine kleine, von der Partei leicht kontrollierbare Gruppe”, so Franziska Decker, Sprecherin der Grünen Studierenden. Die GRAS besteht aus bundesweit 20 bis 40 aktiven Personen, während die Grünen Studierenden über 400 aktive Mitglieder für notwendig halten, wenn die ÖH und Studierenden-Interessen wieder an Gewicht gewinnen sollten. “Eine Grüne Studierendenorganisation sollte eine treibende Kraft an Hochschulen und in der Gesellschaft sein”, so Decker.

Hintergrundinformation: Die Grünen Studierenden umfassen derzeit rund 100 aktive Mitglieder. Ihr Ziel ist, auf Basis der Grünen Grundwerte viele Menschen zum politischen Engagement zu bewegen, aktive Interessensvertretung in der ÖH zu betreiben und sich politisch an Hochschulen einzubringen. In Graz und Linz sind die Grünen Studierenden 2016 nach einer internen Neustrukturierung der dortigen GRAS-Gruppen hervorgegangen. Prinzipiell sind die Grünen Studierenden Linz nach wie vor eine Teilorganisation der oberösterreichischen Grünen. Die Grünen Studierenden Graz stellen jenen Verein, mit dem die Grazer und steirischen Grünen seit mehr als 20 Jahren zusammenarbeiten. Bis jetzt gibt es keine anders laufenden Beschlüsse der Parteimitglieder auf ihren Landes- und Stadtversammlungen. Doppelkandidaturen bei der ÖH-Wahl wurden nie angestrebt, standen aber im Frühjahr 2017 im Raum, nachdem Verhandlungen mit der Bundes-GRAS über ein gemeinsames Antreten scheiterten.

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