Schwarz/Heuras/Kern zu Bildungsstandards: Ergebnisse insgesamt wenig berauschend – Aber: NÖ-Schüler überdurchschnittlich

Testergebnisse zum Anlass nehmen und über Inhalte diskutieren - Es braucht mehr als bloße Strukturdebatten

St. Pölten (OTS) - Die Standardüberprüfung in Deutsch wurde flächendeckend an allen NMS und AHS-Unterstufen in ganz Österreich durchgeführt. Dabei wurden die Kompetenzen der Schüler der 8. Schulstufe in den Bereichen Lesen, Schreiben, Sprachbewusstsein, Rechtschreibung und Zuhören überprüft. Alleine in Niederösterreich wurden insgesamt 14.127 Schüler getestet. In allen Teilbereichen liegen Niederösterreichs Kinder und Jugendliche dabei über dem Bundesdurchschnitt. Grundsätzlich hat sich das Ergebnis in ganz Österreich, gegenüber der letzten Überprüfung verbessert. Trotzdem ist die Zahl jener Schülerinnen und Schüler, welche die erforderliche Kompetenzstufe nicht erreichen, weiterhin viel zu hoch.

„Grundsätzlich freut es mich, dass die Ergebnisse in Niederösterreich über dem Bundesdurchschnitt liegen. Dennoch müsse man eines klar ansprechen: Wir führen viel zu lange eine lähmende Strukturdebatte. Wir sollten vielmehr den Fokus auf Inhalte und Pädagogik legen, anstatt über Türschilder monatelang zu debattieren“, betont NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern. Die Tests zur Erhebung der Bildungsstandards sind ein gutes und wichtiges Instrument, um den Bildungsstand von Kindern und Jugendlichen abzutesten. „Nur sollten wir darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoller wäre, die Tests vorzuziehen und nicht erst im letzten Schuljahr zu machen. Damit könnte man Defiziten bei Schülern noch vor dem Ausscheiden aus dem Schulsystem besser entgegenwirken“, so Sandra Kern.

„Als Bildungslandesrätin weiß ich, dass mit der Stärkung der Autonomie der Schulstandorte eine unserer zentralen Forderungen umgesetzt und damit künftig mehr Gestaltungsfreiraum für die Experten vor Ort in unseren Schulen ermöglicht wird. Wir wissen, Schulen brauchen aber auch mehr Personalressourcen, damit mehr Zeit für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern bleibt. Weniger Bürokratie, dafür mehr Bildung“, betont Bildungs-Landesrätin Barbara Schwarz. Zu den Ergebnissen in Niederösterreich merkt die Landesrätin an: „Dass wir in Niederösterreich bei den Auswertungen im Bundesländervergleich im Spitzenfeld liegen, ist mit Sicherheit der guten Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken. Sie leisten tagtäglich großartige Arbeit für unsere Kinder. Für gute Rahmenbedingungen und für einen qualitätsvollen Unterricht an Niederösterreichs Schulen werde ich mich weiterhin mit aller Kraft einsetzen.“

Zurückzuführen ist für den Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates Johann Heuras dieses, für Niederösterreich positive Ergebnis auf die gute und engagierte Arbeit, die in den Schulen von den Lehrerinnen und Lehrern geleistet wird. „Aber auch die speziellen Deutsch- und Leseinitiativen, die seitens des Landesschulrates und des Landes Niederösterreich gesetzt wurden, wie die ARGE Lesen oder die Initiative „Leo liest“, haben dazu beigetragen, dass dieses Ergebnis erzielt werden konnte“, so Heuras. So wurde 2007 die ARGE „Lesen" initiiert mit der Intention, landesweite Initiativen zum Thema Lesen zusammenzuführen und gezielt zu fördern und zu unterstützen.

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