Schatz zu Foglar: 1500 Euro Mindestlohn erst ab 2020 wäre Verhandlungsbauchfleck

Grüne sehen Frauen in Niedriglohnbranchen im Stich gelassen

Wien (OTS) -  „Wenn sich der ÖGB mit einem Mindestlohn von 1500 Euro erst ab 2020 zufrieden gibt, ist das ein Verhandlungsbauchfleck erster Ordnung. Drei Jahre Inflation bedeuten eine enorme Abwertung des ohnehin schon viel zu niedrig angesetzten 1500 Euro Mindestvollzeiteinkommens. Gemäß internationalen Standards wären 1750,- bereits 2017 angebracht. Die Gewerkschaft selbst fordert 1700 Euro. Ist dieses Verschieben auf irgendwann ein verfrühter schlechter April-Scherz des ÖGB-Präsidenten?“ fragt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen. 

„Der Gewerkschaft ist offenbar alles Recht, nur um eine gesetzliche Regelung zum Mindestlohn zu verhindern. Dass sie dies auf Kosten der NiedrigstlohnbezieherInnen tut ist fatal. Wenn das Verhandlungsergebnis der Sozialpartner 1500 Euro ab 2020 bringt, wird wieder einmal bestätigt, dass vor allem die Frauen in den Niedriglohnbranchen von der Gewerkschaft im Stich gelassen werden. So darf man nicht agieren“, kritisiert Schatz scharf. 

Sollte es zu dieser Sozialpartnerschafts-Einigung kommen, muss KanzlerKern seine Ankündigung beim Mindestlohn gesetzlich einzugreifen, nicht mehr umsetzen. "Dann hat er hat gewonnen, die Gewerkschaft hat gewonnen, nur die Menschen haben verloren. Sie müssen in den nächsten Jahren weiter hackeln bis zum Umfallen, mit 1200 Euro netto unerschwingliche Wohnungen finanzieren und können sich Kinder eigentlich nicht mehr leisten“, hält Schatz fest.

 

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