Mehr Ökostrom zur Rettung der deutsch-österreichischen Strompreiszone

Ökostromausbau verbessert Verhandlungsposition Österreichs

Wien (OTS) - In den nächsten Wochen werden die Verhandlungen zur Erhaltung der deutsch-österreichischen Strompreiszone geführt. Die Position Österreichs ist dabei nicht leicht, auch deswegen, weil in den letzten Jahren die Stromimporte nach Österreich ständig gestiegen sind. Derzeit beträgt die Eigenversorgung Österreichs im Strombereich nur mehr ca. 84%. Eine 100%ige bilanzielle Eigenversorgung würde das Strompreiszonen-Problem jedoch lösen. Für die jetzt anstehenden Verhandlungen muss Österreich deshalb alle Anstrengungen unternehmen, seinen Eigenversorgungsgrad zu erhöhen und damit seine Verhandlungsposition zu stärken.

Im Zuge der jetzt in Verhandlung befindlichen kleinen Ökostromnovelle besteht die Chance durch den Bau jener Wind- und Kleinwasserkraftprojekte, die schon alle Genehmigungsverfahren hinter sich haben, mit einem Schlag ca. 2,5% des österreichischen Strombedarfs abzudecken. Dieser Schritt wäre ein Schritt in die richtige Richtung, der zusammen mit der Ankündigung einer baldigen großen Novelle unsere europäischen Partner und die EU-Institutionen positiv stimmen wird.

Ein deutlicher Schritt zur Verringerung unserer hohen Stromimporte wäre aber auch ein wichtiges Signal an jene Nachbarländer, die derzeit weiter Atomkraftwerke planen, wie Ungarn in Paks und Tschechien in Temelin. Der rasche Ausbau von österreichischem Ökostrom, der weitaus billiger als Atomstrom ist, wäre eine maßgebliche Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit, der von Österreich zurecht bekämpften Atomkraftwerke nahe unserer Grenzen. Umgekehrt, solange die österreichischen Stromimporte weiter steigen, verbessern sich die Aussichten für die Atomkraftwerke durch mehr Exportmöglichkeiten nach Österreich.

„Wer für Klimaschutz und gegen Atomkraft und gegen die Auftrennung der deutsch-österreichischen Preiszone ist, muss den Ausbau Erneuerbarer Energien in Österreich befürworten. Deshalb muss jede Möglichkeit eines raschen Ausbaus sauberer Energien genutzt werden“, meint Peter Püspök, Präsident des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ). „Die Verantwortung für das Scheitern der deutsch-österreichischen Strompreiszone werden diejenigen tragen müssen, die seit Jahren den Ausbau der Erneuerbaren Energien behindern“, meint Püspök abschließend.

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