SPÖ-Brauner/ÖGB-Anderl: Gemeinsam gute Bedingungen für eine gute Arbeitswelt für Frauen schaffen

Wiener SPÖ-Frauen und Gewerkschaft besuchten Pharmaunternehmen Intervet, Befragung zur Arbeitswelt unter www.frauenschaffenzukunft.at

Wir wollen gemeinsam gute Bedingungen für eine gute Arbeitswelt für Frauen schaffen. Gemeinsam mit den Unternehmen, mit der Politik und der Gewerkschaft. Nur, wenn alle an einem Strang ziehen, können positive Veränderungen bewirkt werden
Stadträtin Renate Brauner, SPÖ Wien-Frauenvorsitzende
Die PRO-GE Frauen fordern eine gesetzliche Regelung zur vollen Anrechnung von Elternkarenzen, um die finanziellen Nachteile von Frauen mit Kindern einzudämmen. Ziel muss sein, Frauen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen!
Klaudia Frieben, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE
Frauen sollen wissen, was ihre männlichen Kollegen verdienen. Und wer gerechte Einkommensverteilung in den Betrieben durchsetzen will, muss zusätzlich zu den bestehenden Regelungen für Transparenz sorgen
ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Anderl

Wien (OTS/SPW) - Heute Montag besuchten die Wiener SPÖ-Frauen und die Gewerkschaft das Unternehmen Intervet mit Sitz im 21. Bezirk. Intervet ist eine weltweit tätige, forschungsorientierte Firma, die ein weites Spektrum an Veterinärmedizin und Dienstleistungen entwickelt, herstellt und vermarktet. Die Hälfte der Belegschaft ist weiblich. Die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner, ÖGB-Vizepräsidentin Renate Anderl, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE,  Klaudia Frieben und SPÖ Wien-Frauensekretärin LAbg. Nicole Berger-Krotsch führten viele Gespräche mit den Arbeitnehmerinnen vor Ort zum Thema Arbeit, Gleichstellung und Wiedereinstieg. „Wir wollen gemeinsam gute Bedingungen für eine gute Arbeitswelt für Frauen schaffen. Gemeinsam mit den Unternehmen, mit der Politik und der Gewerkschaft. Nur, wenn alle an einem Strang ziehen, können positive Veränderungen bewirkt werden“, betont Renate Brauner anlässlich des Besuchs.****

Daher rufen die Wiener SPÖ-Frauen und die Gewerkschaft im Rahmen einer Fragebogen-Aktion die Wienerinnen auf, ihre Meinung zu den Themen Weiterbildung, Vereinbarkeit und Arbeitszeit mitzuteilen.

Zwtl.: Umfrage zu Anliegen der Frauen für eine bessere Arbeitswelt

Das Herzstück der Kampagne, die Befragung der Frauen, ist online unter www.frauenschaffenzukunft.at ausfüllbar. Außerdem machen die Wiener SPÖ-Frauen im Rahmen von Straßenaktionen oder bei Betriesbesuchen wie heute bei Intervet auf die Umfrage aufmerksam. „Wir wollen mehr über die Meinung der Frauen zum Thema Arbeit erfahren – denn die Frauen sind die Expertinnen für ihr eigenes Leben und wir wollen unterstützend an ihrer Seite stehen und an jenen Rädchen drehen, die für sie mehr Selbstbestimmung und mehr Gleichberechtigung bringen“, betont LAbg. Nicole Berger-Krotsch.

Für eine bessere Arbeitswelt fordern die SPÖ-Frauen und die Gewerkschaft faire Arbeitsverhältnisse, eine verpflichtende Lohntransparenz für Unternehmen, qualifizierte Weiterbildung, die Einführung verpflichtender Frauenquoten, einen Mindestlohn von 1.500 Euro bei Vollzeitbeschäftigung und eine gute Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit.

Zwtl.: ÖGB: Forderung nach 1.700 Euro Mindestlohn

ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Renate Anderl, erinnert daran, dass in Vollzeit beschäftigte Frauen in Österreich statistisch gesehen noch immer rund ein Viertel weniger verdienen als Männer und häufig in den untersten Lohngruppen zu finden sind. „Wir haben in Österreich die Situation, dass rund 350.000 Menschen weniger als 1.500 Euro verdienen. Das trifft zu zwei Drittel Frauen, die mit ein paar Euro über der Armutsgrenze bei einem Vollzeitjob ihr Leben bestreiten müssen. Daher fordern wir einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.500 Euro brutto als ersten Schritt. Ich bin davon überzeugt, dass wir nicht darüber nachdenken dürfen, ob wir uns das leisten können, sondern wir müssen uns das einfach leisten. Unsere Forderung nach 1.700 Euro Mindestlohn bleibt aber weiter aufrecht“, betont Anderl.

Sie fordert außerdem eine Weiterentwicklung der bereits gesetzlich verankerten Einkommensberichte und die innerbetriebliche Offenlegung aller Gehälter. „Frauen sollen wissen, was ihre männlichen Kollegen verdienen. Und wer gerechte Einkommensverteilung in den Betrieben durchsetzen will, muss zusätzlich zu den bestehenden Regelungen für Transparenz sorgen“, so Anderl.

Zwtl.: PRO-GE: Volle Anrechnung von Elternkarenzen gefordert

„Für eine gute und gerechte Entlohnung ist das Schließen der Einkommensschere unverzichtbar und längst überfällig“, stellt Klaudia Frieben, Bundesfrauenvorsitzende der Gewerkschaft PRO-GE klar. „Die PRO-GE Frauen fordern eine gesetzliche Regelung zur vollen Anrechnung von Elternkarenzen, um die finanziellen Nachteile von Frauen mit Kindern einzudämmen. Ziel muss sein, Frauen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen!“

Ein sicherer Arbeitsplatz, gute Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung sowie ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit sind essentiell für ein gutes, selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Umso wichtiger ist die Beteiligung der Frauen an der Befragung, um konkrete Maßnahmen in der Arbeitswelt setzen zu können.

„Im Fokus stehen für uns die konkreten Anliegen der Wienerinnen für eine bessere Arbeitswelt. Wir möchten genau erfahren, was die Frauen in ihrer Arbeitswelt bewegt, was ihnen besonders hilft oder was ihnen zu ihrem eigenen beruflichen Weiterkommen fehlt. Dar um freuen wir uns über jede Frau, die mitmacht, uns über ihre Erfahrungen berichtet und uns ihre wichtigsten Anliegen und Wünsche mitteilt“, stellen die Politikerinnen abschließend fest.

Zwtl.: Hinweis: Fotos auf Flickr

In Kürze stehen auf dem Flickr-Account der Wiener SPÖ-Frauen Fotos des Betriebsbesuchs zur Verfügung: http://bit.ly/2mHaXeb

(Schluss) nk 

In Kürze stehen Fotos auf Flickr zur Verfügung
Fotos zum Download
"Frauen schaffen Zukunft"
Zur Frauenumfrage

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Wien
Lisa Fuchs, MSc
Tel.: 0676/4423235
lisa.fuchs@spw.at
http://www.spoe.wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0001