SWV-Strobl: Wir bleiben beim Nein zur Sonntagsöffnung und damit an der Seite des Wiener Handels!

Nehmen Sie die Wiener Betriebe nicht in Geiselhaft, Herr Blümel!

Wien (OTS) - Nicht zum ersten Mal versucht die Wiener ÖVP Stimmung für die Sonntagsöffnung zu machen. Die vorherrschende Meinung im Wiener Handel spricht allerdings eine ganz andere Sprache!****

Im verzweifelten Ringen um Aufmerksamkeit hat die ehemalige Unternehmerpartei ÖVP einen alten Hut wieder hervorgezaubert. Obwohl der Wiener Handel in dieser Frage eine klar ablehnende Haltung einnimmt, soll den Betrieben – geht es nach Gernot Blümel – die Sonntagsöffnung übergestülpt werden. Der SWV Wien sagt dazu: „Der freie Sonntag muss bleiben!“ und sieht sich damit an der Seite der Wiener UnternehmerInnen sowie der Beschäftigten. „Es darf hier nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden und da gibt es bei den Händlerinnen und Händlern zwei Drittel und bei den Handelsangestellten sogar 95%, die eine Sonntagsöffnung nicht wollen!“, so LAbg. KommR Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien. In einer vom SWV 2014 durchgeführten Blitzumfrage, die im Rahmen einer Betriebsbesuchsaktion durchgeführt wurde, sprachen sich über 65% der HändlerInnen gegen die Sonntagsöffnung aus. Hierbei hat sich gezeigt, dass vor allem der Kosten-Nutzen-Faktor einer siebentägigen Öffnung sowie die massive Verschlechterung der Work-Life-Balance Skepsis bei den UnternehmerInnen auslöst. Keine Unternehmerin und kein Unternehmer möchte und kann sieben Tage die Woche im Geschäft stehen. Somit brächte eine Sonntagsöffnung höchstens den großen Unternehmen und Konzernen Vorteile. Für die vielen Eine-Person-Unternehmen und Kleinstbetriebe im Handel braucht es einen Tag, an dem Zeit für Familie, Freunde und Freizeitaktivitäten ist. Außerdem sind Umsätze nicht beliebig vermehrbar. „Wir als SWV werden es nicht zulassen, dass es durch die Sonntagsöffnung zu Umsatzverlagerungen von den Kleinen zu den Großen und von den Außenbezirken in sogenannte Tourismuszonen kommt!“, legt sich LAbg. Katharina Schinner, Geschäftsführerin des SWV Wien, fest, die sich auch um die vielen Arbeitsplätze sorgt, die in den kleinen Geschäften außerhalb des Zentrums gefährdet wären

Bei der von der Wirtschaftskammer Wien gerne zitierten Befragung aller Kammermitglieder zur Sonntagsöffnung im Jahr 2014 votierten lediglich rund 10% aller Befragten dafür. „Hier von einer Mehrheit zu sprechen, wäre einigermaßen gewagt! Der SWV arbeitet hingegen mit dem und für den Wiener Handel, wo es derzeit keinen Zweifel gibt: der freie Sonntag muss bleiben!“, stellt Strobl abschließend fest. (Schluss)

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