Mückstein zu Rendi-Wagner: MR- und CT-Wartezeiten nicht mit Listen zu bekämpfen

Grüne erwarten konkretere Maßnahmen von Gesundheitsministerin

Wien (OTS) - Für die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Mückstein hat sich die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner im "Ö1-Journal zu Gast" enttäuschend wenig konkret zur Lösung der dringend anstehenden Probleme im Gesundheitswesen geäußert. "Die unerträglich langen Wartezeiten auf MR- und CT-Untersuchungen etwa werden sich nicht durch transparente Wartelisten ändern lassen. Die Ministerin muss den Mut haben, die Verknappungspolitik der Sozialversicherung infrage zu stellen, ansonsten wird für die PatientInnen nichts besser werden", konstatiert Mückstein. MR- und CT-Untersuchungen sind gedeckelt, weshalb es zu monatelangen Wartezeiten kommt. "Das hat die Folge, dass viele Menschen, die diese Abklärung brauchen, zur Privatzahlung gezwungen sind, wobei es sich um beträchtliche Beträge von 150 bis 500 Euro handelt."

Die Grünen fordern die Aufhebung der Deckelung bei MR- und CT-Untersuchungen und die Finanzierung aus einem Topf. "Das Versorgungsangebot muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren und nicht nach den Budgetwünschen der Sozialversicherung. Auch sollten alle Kapazitäten - in den Instituten und in den Spitälern - genützt werden können, egal aus welcher Quelle die Finanzierung kommt", schlägt die Gesundheitssprecherin vor. Daneben sind unnötige Doppel-und Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden. "Wir empfehlen dafür einen elektronischen Radiologiepass."

Positiv bewertet Mückstein Rendi-Wagners Bekenntnis zur Bekämpfung der Zwei-Klassenmedizin. "Es muss wieder mehr kassenfinanziertes Angebot mit sehr guter Qualität geben. Dafür muss die Arbeit in Kassenpraxen, Gesundheitszentren und in Spitälern für ÄrztInnen wieder attraktiver werden. Die Menschen sollen künftig von einer engen Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe und einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen profitieren können."

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