FSG-Wien-Jugend: Carina Köpf wieder zur Vorsitzenden gewählt

Mit dem Wiener Ausbildungsfonds soll es endlich ernst werden

Wien (OTS/FSG) - Carina Köpf wurde bei der heutigen Landeskonferenz der FSG-Wien-Jugend mit 95,5 Prozent zur Vorsitzenden wiedergewählt. Ihre StellvertreterInnen sind: Christian Heilmann, Armina Pramenkovic, Benjamin Schulz, Atakan Büyük, Amira El-Ansary, Raphaela Wesely, Nicolai Wohlmuth, Thomas Huber, Pamela Fazlic, Ahmet Schierbauer.++++

Köpf betonte, dass der Kampf um die mustergültige Verwaltungsberufsschule in der Embelgasse weitergehen werde. Seit 20 Jahren werde diese als Schulversuch mit 1.680 Jahresstunden – was zwei Berufsschultage wöchentlich bedeutet – geführt. Jetzt soll das Aus kommen. Köpf: "Die Embelgasse ist eine Berufsschule, wie wir sie uns als sozialdemokratische GewerkschafterInnen vorstellen. Die lassen wir uns nicht zerstören. Ganz im Gegenteil. Wir wollen, dass sie Regelberufsschule wird. In ganz Österreich." 

In der Emblgasse ist eine Lehre mit Matura während der Arbeitszeit möglich, Projekte wie "Demokratiewerkstatt" oder "Kultur verstehen", aber auch Antirassismusschwerpunkte oder das regelmäßige Kochen in der Gruft für Obdachlose stehen am Lehrplan. Köpf: "Da wird immer kritisiert, dass sich die Jugend nicht engagiert und dann wird diese vorbildliche Arbeit abgedreht. Und das vom sozialdemokratisch geführten Bildungsministerium. Das lassen wir uns nicht gefallen."

Druck machen wollen die sozialdemokratischen JunggewerkschafterInnen, damit es endlich ernst wird mit dem Wiener Ausbildungsfond. Alle Betriebe mit mehr als fünf Beschäftigten, die keine Lehrlinge ausbilden, sollen zur Kasse gebeten werden. Damit sollten die Überbetrieblichen Ausbildungsstätten finanziert werden. Köpf: "Übrigens, finden wir es unerträglich, dass die Jugendlichen dort Lehrlinge zweiter Klasse sind. Sie bekommen weder Urlaubs-, noch Weihnachtsgeld. Das muss abgestellt werden." 

Generell soll, so Köpf, "die Digitalisierung endlich in die Berufsschulen einziehen. Dort muss der Umgang mit dem Internet gelernt werden. Weder Privat noch im Betrieb haben die Jugendlichen die Möglichkeit dazu. Bleibt ja eigentlich nur die Berufsschule."

Köpf verwies auch darauf, dass es in den Kollektivverträgen eine einheitliche Regelung der Rahmenbedingungen von Pflichtpraktika und FerienjoberInnen braucht und meinte: "Ein Mindestgehalt entsprechend dem Kollektivvertrag ist der Wirtschaft zuzumuten, wenn sie einen qualifizierten Nachwuchs an Fachkräften will."

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