Korun: Politische Flüchtlingsabwehr nun durch Diffamierungskampagnen gegen NGO ergänzt

Fake News scheinen Regierung und so manchen ehemaligen Beamten erreicht zu haben

Wien (OTS) - "Es muss alles ein reiner 'Zufall' sein: Während der 'sozialdemokratische' Verteidigungsminister militärische Flüchtlingsabwehr an EU-Außengrenzen forciert, der 'christlich-soziale' Außenminister das Ertrinken im Mittelmeer um jeden Preis den dort Leben rettenden Hilfsorganisationen anlasten will, werden Behauptungen des ehemaligen Leiters des Flüchtlingslagers Traiskirchen bekannt, die Flüchtlings-NGOs der 'unnötigen Hilfe' und der 'Show' bezichtigen. Ein Schelm, wer da an konzertierte mediale Bemühungen zur Rechtfertigung der Abschottung vor Flüchtlingen um jeden Preis denkt", reagiert die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun scharf auf die Angriffe des Ex-Lagerleiters Franz Schabhüttl auf Hilfsorganisationen wie die Caritas in seinem aktuellen Buch.

"Es ist schäbig zu versuchen, die eigene Unbeholfenheit und die teilweise dadurch entstandenen Missstände wie Massenobdachlosigkeit oder fehlende Gesundheitsversorgung von schutzsuchenden Menschen in Traiskirchen in 2015 durch Anpatzen von HelferInnen zu 'korrigieren'. Faktenwidrigerweise zu behaupten, die massiven Anstrengungen von NGOs und tausenden Ehrenamtlichen wären 2015 gar nicht notwendig und somit überflüssig gewesen, schlage dem Fass den Boden aus. "Durch solche Fake-News rüttelt man an den Grundfesten unserer gesellschaftlichen Solidarität. Wenn sie von jemandem kommen, der nicht einmal Parlamentsabgeordnete für einen Lokalaugenschein in das Flüchtlingslager hineinlassen wollte, wie ich das persönlich mehrmals erleben durfte, ist das umso bedenklicher", betont Korun.

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