Eder zu Friseur-KV: Gangbarer Weg mit 4-Jahres Abschluss vereinbart

Außerordentliche Kraftanstrengung für Betriebe – Mindestlohn für Fachkräfte ab 2019, für ungelernte MitarbeiterInnen ab 2020

Wien (OTS) - Die Bundesinnung der Friseure und die Gewerkschaft vidahaben sich gestern,  Mittwoch, auf einen Kollektivvertragsabschluss geeinigt. Die Löhne steigen ab 1. Mai um durchschnittlich 4,69 Prozent. Damit liegen die künftigen Löhne für ausgelernte FriseurInnen bei mindestens 1.396 Euro brutto, Hilfskräfte erhalten mindestens 1.228 Euro. „Arbeitgeberseitig bedeutet das eine immense Kraftanstrengung. Wir haben uns dazu entschlossen, nach anfänglich zähen Verhandlungen und Querschüssen in den Verhandlungen einer solchen etappenweisen Lohnerhöhung in dieser Größenordnung zuzustimmen.  Grundlage hierfür war, dass sich die Qualifizierung unserer MitarbeiterInnen lohnen soll und einen Anreiz zu geben, in die eigene Ausbildung zu investieren“, betont der Bundesinnungsmeister der Friseure, Wolfgang Eder, heute Donnerstag. 

In der Gruppe der angelernten ArbeitnehmerInnen steigen im Rahmen der 4-Jahres Vereinbarung die Mindestlöhne bis 2020 um 31 Prozent. Konkret bedeutet das 1.501 Euro Brutto ab 1.4.2020. Derzeit erhalten diese Mitarbeiter laut KV 1.137 Euro. Die Lohnerhöhungen gelten ab 1. Mai, in den folgenden Jahren bis 2020 jeweils wieder ab 1. April. Ebenfalls erhöht werden die Lehrlingsentschädigungen. Sie steigen für die rund 4.000 Lehrlinge um durchschnittlich 1,6 Prozent.

„Im Bereich der qualifizierten Arbeitnehmer, also jener MitarbeiterInnen mit Lehrabschlussprüfung, wurde ein gangbarer Weg vereinbart, der eine raschere Annäherung an das vorgegebene Mindestlohn-Niveau von 1.500 Euro brutto konkret im Fokus hat. Eine abgeschlossene Berufsausbildung soll sich lohnen.

Gleichzeitig werden auch MitarbeiterInnen ohne Lehrabschlussprüfung schrittweise an das vorgegebene Mindestlohnniveau herangeführt und werden dies 2020 erreichen. Die heimischen Friseure haben stets die Leistbarkeit bei der Einführung von Mindestlöhnen in den Vordergrund gestellt. Es dominieren schließlich Betriebe mit 1-9 MitarbeiterInnen. Es hat keinen Sinn, den Betrieben einen Rucksack mit auf den Weg zu geben, den diese schlussendlich nicht schultern können. Die jetzt getroffene Vereinbarung wird manche Betriebe aber sicher an Belastungsgrenzen führen“, betont Eder abschließend. (PWK243/US)

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