Zeitumstellung - ÖVP-Becker kritisiert "Gesprächsverweigerung" der EU-Kommission

Europaabgeordnete überreichen "300-Milliarden-Euro-Tortenstück" an Kartonfigur der EU-Kommissarin

Wien (OTS) - Als "unhöfliche und unverantwortliche Gesprächsverweigerung" bezeichnete der ÖVP-Europaabgeordnete Heinz K. Becker die bisherige Haltung der Europäischen Kommission zur Frage der Sinnhaftigkeit der zweimaljährlichen Zeitumstellung zwischen Winter- und Sommerzeit in der EU.

"Schluss mit der sinnlosen Zeitumstellung. Seit Jahren fordern wir mit einer Gruppe von Europaabgeordneten eine wissenschaftliche Überprüfung der gesamtwirtschaftlichen Kosten und Nutzen. Seit Jahren verweigert sich die EU-Kommission. Jetzt hat die zuständige Kommissarin Violeta Bulc wieder einen Gesprächstermin abgelehnt", so Becker, der Sozial- und Beschäftigungssprecher der ÖVP im Europaparlament ist.

Zu dem abgelehnten Gesprächstermin haben die Abgeordneten am gestrigen Mittwoch schließlich eine Kartonfigur der EU-Kommissarin mitgebracht und der Kartonfigur eine Torte in Form eines Zifferblattes überreicht.

"Frau Kommissarin, dieses Tortenstück zwischen zwei und drei Uhr früh kostet Europa jedes Jahr bis zu 300 Milliarden Euro. Die zweimaljährliche Zeitumstellung ist völlig sinnlos und sogar lebensgefährlich. Kinder und Senioren leiden. Es gibt keinerlei Energieersparnisse. Beauftragen Sie endlich die wissenschaftliche Überprüfung der dramatischen Vorwürfe", betonte Becker.

Das Argument, bei der Zeitumstellung handle es sich nur um eine Stunde, was keine gravierenden Auswirkungen habe, ist - so Becker -falsch. "Experten belegen, dass dies erhebliche Gesundheitsrisiken und hohe Kosten für die Wirtschaft bringt. Viele Menschen brauchen Wochen für die Umstellung. Darüber hinaus werden seit Jahren die Steigerung von Verkehrsunfällen und lebensgefährliche Komplikationen bei Operationen beobachtet", so der ÖVP-Europaabgeordnete.

Das EU-Parlament hat seit 2015 eine Expertenanhörung veranstaltet sowie die EU-Kommission mehrfach in Briefen und parlamentarischen Anfragen zur Stellungnahme aufgefordert. Die einzige Reaktion der EU-Kommission auf all das war "ein ausweichender Brief ohne konkrete Schritte", so Becker.

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